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Sankt Augustin...

Stadtportrait

Im Jahre 1969 entstand Sankt Augustin im Rahmen der kommunalen Neugliederung. Damals schlossen sich die Gemeinden Menden, Buisdorf, Hangelar, Meindorf, Mülldorf, Niederpleis und Birlinghoven sowie der Siedlung “Sankt Augustin” (Ort) zur Gemeinde Sankt Augustin zusammen. Im Jahr 1977 erhielt Sankt Augustin dann die Stadtrechte. Ihren Namen verdankt die Stadt den hier niedergelassenen Steyler Missionaren, die im Jahr 1913 das “Kloster Sankt Augustin” fertigstellten.

 

Heute ist Sankt Augustin Zuhause für über 57.000 Menschen und hat vieles zu bieten. Ansprechperson für die Anliegen der Bürger*innen in den einzelnen Stadtteilen sind die Ortsvorstehenden. Die Ortsvorstehenden der Stadtteile Birlinghoven, Buisdorf, Hangelar, Meindorf, Menden, Mülldorf, Niederpleis und Ort vertreten die Interessen der Stadtteile gegenüber dem Rat. Auf dieser Seite haben die Ortsvorstehenden ihren Stadtteil vorgestellt.

  • Birlinghoven

    Der Stadtteil Birlinghoven liegt etwa 4 Kilometer vom Zentrum Sankt Augustins entfernt. Hier leben rund 2.000 Menschen. Ortsvorsteherin Ricarda Vogt stellt Ihnen Birlinghoven vor.

  • Buisdorf

    Buisdorf befindet sich im Osten von Sankt Augustin, in unmittelbarere Nähe zur Kreisstadt Siegburg. Ortsvorsteher Bernhard Müller stellt Ihnen Buisdorf vor.

  • Hangelar

    Hangelar liegt im Südwesten von Sankt Augustin, zwischen Stadtzentrum und Bonn-Beuel. Ortsvorsteher Wilfried Schwab stellt Ihnen Hangelar vor.

  • Meindorf

    Meindorf ist einer der kleinsten Stadtteile und liegt im Westen Sankt Augustins an der Sieg. Ortsvorsteher Martin Metz stellt Ihnen Meindorf vor.

  • Menden

    Menden liegt im Nordwesten von Sankt Augustin. Hier liegen die größten Gewerbegebiete der Stadt und auch viele Wohngebiete. Ortsvorsteherin Gudrin Burg stellt Ihnen Menden vor.

  • Mülldorf

    In Mülldorf finden sich die Hochschule Bonn/Rhein-Sieg und Business Campus ebenso wie ein alter Ortskern rund um die Bonner Straße. Ortsvorsteherin Heike Borowski stellt Ihnen Mülldorf vor.

  • Niederpleis

    Im Stadtteil Niederpleis leben 13.000 Menschen. Zu Niederpleis gehört die im Süden des Stadtbezirks gelegene Siedlung Schmerbroich. Ortsvorsteher René Puffe stellt Ihnen Niederpleis vor.

  • Ort

    Im Stadtteil Sankt Augustin Ort liegt das der Stadt den Namen gebende Kloster der Steyler Missionare. Ortsvorsteher Günther Pièla stellt Ihnen Sankt Augustin Ort vor.

Birlinghoven

Hier finden Sie in Kürze ein Foto von Ricarda Vogt.

Ortsvorsteherin Ricarda Vogt
info@ricardavogt.de
www.ricardavogt.de

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

Birlinghoven ist zwar Sankt Augustins kleinster Stadtteil – aber, wenn Sie mich fragen, umso lebenswerter! Ungefähr 2.000 äußerst freundliche Menschen wohnen hier, am Rande des Rhein-Sieg-Kreises. Birlinghoven grenzt an Hennef, Königswinter und Bonn und schmiegt sich im Pleiser Hügelland an den Lauterbach und den Pleisbach. Umgeben von Feldern und dem Birlinghovener Wald ist unser Ortsteil ein wahrlich idyllischer Fleck.

 

Nicht nur der wunderschöne Kinderspielplatz lockt Familien aus der Umgebung. Auch der Dank des Bürgervereins Birlinghoven mittwochs stattfindende Feierabendmarkt ist einen Besuch wert. Ob Schloss Birlinghoven oder Bürgerhaus – Veranstaltungsorte gibt es bei uns auch. Diese werden von den engagierten Vereinen mit Leben gefüllt: mit Schlosskonzerten und dem Kölsche Ovend des Männerchors Birlinghoven, dem Kinder- und Familienfest des Bürgervereins Birlinghoven oder der Karnevalsparty der Pappnasen Birlinghoven. Sportlich wird es beim SV Birlinghoven, der 2023 sein 75-jähriges Bestehen feiert und neben Fußball auch Gymnastik für Damen anbietet. Wer es beim Sport noch abenteuerlicher mag, kommt beim Krav Maga Training auf seine Kosten. Eins ist gewiss: bei unseren Vereinen ist für jeden etwas dabei.

 

Als Ortsvorsteherin werde ich nicht müde zu betonen, wie wichtig die Vereine für unser nachbarschaftliches Miteinander sind. Ohne die daraus entstehende Dorfgemeinschaft wäre Birlinghoven nur ein Ortsteil. Aber die Menschen, die Vereine, die freundlichen Unternehmer: alle Birlinghovenerinnen und Birlinghovener machen aus diesem Ort ein Zuhause, eine Heimat. Und spätestens beim Karnevalszoch ziehen alle Vereine, viele Unternehmen und die gesamte Dorfgemeinschaft gemeinsam durch die Straßen. Dann wird geschunkelt, gesungen und gefeiert. Und natürlich: Kamelle geworfen. Aber nicht nur zur Karnevalszeit ist der Zusammenhalt in Birlinghoven so außerordentlich groß. Freundlich werden Zugezogene aufgenommen und hilfsbereit unterstützt man sich gegenseitig. Das ist es, was Birlinghoven ausmacht. Wer Anonymität sucht, wird hier nicht glücklich.

 

Dies spiegelt sich auch im zukunftsorientierten Konzept des neuen Frauenhauses in Birlinghoven wider. Statt hilfesuchende Frauen und Kinder durch Anonymität zu stigmatisieren, wird das Frauenhaus ins Dorf integriert. Die Sicherheit bleibt dabei wichtig, jedoch nicht zum Preis der Würde der schutzbedürftigen Personen.

Wer denkt, dass in Birlinghoven außer Geselligkeit nichts passiert, der irrt. Große Arbeitgeber wie der Maschinenbauer Hennecke oder das Fraunhofer Institut sind feste Bestandteile von Birlinghoven. Aber auch sonst verbindet Birlinghoven das Beste aus Dorf und Stadt: der Netto mit Bäcker und Packstation versorgt die Anwohnerinnen und Anwohner zuverlässig mit Lebensmitteln. Außerdem ist der tägliche Bedarf beispielsweise durch Friseure, Ärzte, Apotheke, Physiotherapie, Kosmetik, Kindertagesmutter, KiTa, Autolackierer und den alteingesessenen Pflanzenhof gedeckt. Es gibt sogar frisch gerösteten Kaffee direkt aus dem Röstorium – nachhaltig verpackt im wiederverwendbaren Eimer! Und wer sich das Kochen von Zeit zu Zeit sparen will, darf bei Pizza Baaz nicht nur extrem leckere Punjabi-Gerichte verputzen.

 

Sie merken: ich bin ein Fan. Als echte Birlinghovenerin kann ich mir kein besseres Zuhause wünschen. Und dabei habe ich es wirklich auch an anderen Orten versucht. In Birlinghoven bleibt es am schönsten. In 50 Jahren werde ich vermutlich im Altenpflegeheim Barhoff noch immer Lobeshymnen auf diesen Ortsteil singen und damit die Nerven der Pflegerinnen und Pfleger jeden Tag aufs Neue strapazieren. Das liegt jedoch in weiter Ferne. Die Zeit bis dahin möchte ich so gut es geht dazu nutzen, dass Birlinghoven seine Lebensqualität erhält und vielleicht sogar noch verbessert. Und vor allem dazu, dass sich alle Einwohnerinnen und Einwohner hier so wohl fühlen wie ich. Daher zögern Sie bitte nicht, mich anzusprechen, anzuschreiben oder anzurufen. Egal ob auf dem Spielplatz, beim Hundespaziergang oder beim Einkaufen. Auch wenn ich nicht versprechen kann, alle Ihre Anliegen umzusetzen, verspreche ich, mich derer anzunehmen.

 

Ihre
Ricarda Vogt

Wasserschlösschen Birlinghoven

Wasserschlösschen in Birlinghoven

Buisdorf

Ortsvorsteher Bernhard Müller

Ortsvorsteher Bernhard Müller
Tel.: 0172/2091572
bernhardmueller@web.de

Der Stadtbezirk Buisdorf befindet sich im Osten der Stadt Sankt Augustin. Hier wohnen etwa 3500 Einwohnerinnen und Einwohner. Die dauerhafte Besiedlung begann im 6. Jahrhundert. 1071 wurde Buisdorf als “Bozenlohe” erwähnt. Hier führte der wichtige Verkehrsweg zwischen Köln und Frankfurt vorbei.

 

Der Dorfkern bestand aus vier alten Höfen, von denen heute nur noch Reste des Steiferhofs, der sich im Besitz der Benediktinerabtei Siegburg befand, in Nähe des Kreisverkehrs erkennbar sind. Um die Höfe herum lebten Kleinbauern, Landarbeiter, Schiffer, Fischer und Handwerker. Hier finden insbesondere Leineweber Erwähnung. Aus dieser Zeit stammen deren Fachwerk- oder später Backsteinhäuser, die teilweise noch erhalten sind. Buisdorf war bis ins 20.Jahrhundert vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Bis zum 18.Jahrhundert gab es eine Fährverbindung über die Sieg. Ab 1855 wurde eine steinerne Brücke errichtet. Unweit der Brücke befindet sich das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Fährhaus. Ab 1920 wurden entlang der Sieg Deiche gebaut, diese schützten das Dorf wirksam vor  Sieghochwasser.

 

An der Sieg befindet sich am Ende eines Links des Grünen C das Buisdorfer Siegwehr. Hier findet im Herbst ein seltenes Naturereignis statt, wenn die zurückkehrenden Lachse mit spektakulären Sprüngen das Wehr überwinden und weiter flußaufwärts ziehen. die Siegaue lädt zu Fahrradtouren und Wanderungen ins Umland ein. Buisdorf hat einen Autobahnanschluss über die A 560 zur A 3 und ist mit zwei Buslinien nach Siegburg zum ICE Anschluss Frankfurt/Köln und nach Bonn verbunden.

Hangelar

Ortsvorsteher Wilfried Schwab

Ortsvorsteher Wilfried Schwab
Tel.: 0160/98990990
hangelar@wilfried-schwab.de

Katholische Kirche St. Anna Hangelar

Katholische Kirche St. Anna Hangelar

Erstmals wird „Hangelar“, was ungefähr „Feld oder Weideplatz am Hang“ bedeutet, 1314 erwähnt. Zunächst ein kleines Straßendorf auf halber Strecke zwischen Bonn und Siegburg hatte Hangelar mit der „Burbank“ einen eigenen Gerichtssitz für lokale Streitigkeiten.

 

Weltlich gehörte es zum bergischen Amt Blankenberg, kirchlich bis zur Errichtung einer eigenen Pfarrei 1911 zu Vilich. Lange prägte vor allem die Landwirtschaft das Dorf, bevor es Ende des 19. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung und Bevölkerungszuwachs erlebte. Entscheidend war die verkehrsgünstige Lage, zu der die späteren Anschlüsse an die Bröltalbahn und die Industriebahn beitrugen. Hier entwickelten sich eine Eisengießerei sowie zwei große Tonwerke.

 

Auf der großflächigen Hangelarer Heide hielten ab dem 19. Jahrhundert Bonner Soldaten ihre Manöver ab, seit 1909 wurden dort Flugversuche unternommen. Der Flugplatz samt Standort der Bundespolizei ist heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, ebenso wie der Hangelarer Einzelhandel. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs auch Hangelar erheblich auf heute etwa 9.000 Einwohner.

 

Der Ortsteil Hangelar liegt im Westen der Stadt und grenzt an das Bonner Stadtgebiet und erfreut sich wegen seiner besonderen Infrastruktur schon seit langer Zeit einer großen Beliebtheit – auch deutlich über die Ortsgrenzen hinaus.

 

So weist die Kölnstraße im alten Ortskern eine sehr intakte Einzelhandelsstruktur auf. Ob Lebensmittel, Mode, Wein- und Kaffeespezialitäten, Blumen oder diverse Dienstleistungen: all das ist in Hangelar zentral und fußläufig zu finden. Dazu gesellt sich noch eine stattliche Anzahl an gastronomischen Betrieben und ein überdurchschnittliches Angebot an gesundheitlicher Versorgung.

 

Ein traditionell stark ausgeprägtes Vereinsleben belebt den Ortsteil das ganze Jahr über mit unterschiedlichsten Veranstaltungen. Das zentral gelegene städtische Haus der Nachbarschaft ist hier oft Ort von öffentlichen und privaten Veranstaltungen.

 

Eine exzellente Verkehrsanbindung, sowohl per Auto an das enge Autobahnnetz, als auch an das Fahrradwegenetz der Region und an die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier ganz besonders hervorzuheben. Die Stadtbahnlinie 66 mit 3 Haltestellen im Ortsteil bindet den Ortsteil Hangelar nahezu perfekt an die umliegenden Großstädte Köln und Bonn an.

 

Die Hangelarer Heide, die Gegend rund um den Flugplatz, der Birlinghovener Wald und die ganze Region mit der Nähe zu Sieg, Rhein und dem Siebengebirge bieten eine Plattform für Freizeitaktivitäten jeglicher Art.

Meindorf

Ortsvorsteher Martin Metz

Ortsvorsteher Martin Metz
mail@martinmetz.de
www.martinmetz.de

Allgemeines und Historie

 

Meindorf ist mit etwa 2.800 Einwohner*innen einer der kleineren Sankt Augustiner Stadtteile und liegt im Westen der Stadt, zwischen Autobahn/Eisenbahn und der Sieg. Südlich ist die Bonner Stadtgrenze. Wohl ein paar Jahrhunderte vorher gegründet, wird Meindorf zum ersten Mal 1071 urkundlich erwähnt. Es gab ein Rittergeschlecht „von Meindorf“, vielleicht hat es auf dem nicht mehr existenten Turm am alten Ortskern residiert. Lange blieb Meindorf eine kleine bäuerliche Siedlung, vor 200 Jahren lebten hier gut 200 Menschen. Noch heute stehen einige ältere Häuser und Hofanlagen im Ortskern. Baulich weiterentwickelt hat sich Meindorf dann später, nach 1945 zum Bahnhof Menden hin mit der „Siedlung“, und danach mit Neubaugebieten, das größte am Lichweg. Meindorf ist nicht mehr Land, Stadt ist es aber sicher auch nicht. Es ist ein schönes Dorf, das einiges bietet, und in dem viele Menschen gerne leben.

 

Sehenswürdigkeiten und Freizeit

 

So etwas wie ein Wahrzeichen ist die 1912 fertiggestellte Kapelle St. Maria Rosenkranzkönigin. Das „Heiligenhäuschen“ mit „Kruusboom“ am zentralen Platz im Gebiet Lichweg ist auch sehenswert. Bedeutend ist das Wasserwerk des Wahnbachtalsperrenverbands: Wasser aus Meindorf ließt in die Wasserleitungen großer Teile des Kreises und nach Bonn. Deshalb liegt Meindorf vollständig im Wasserschutzgebiet. Durch die Lage auf der Gelände-Terrasse bleibt das Dorf von Hochwasser der Sieg verschont. Der Fluss bildet zwar eine Barriere zu den gegenüberliegenden Troisdorfer Orten, gleichzeitig verbindet er den Ort mit dem Siegtal und dem Rheintal. Die auch landwirtschaftlich genutzte Siegaue steht in großen Teilen unter Landschafts- oder Naturschutz, mit wertvoller Tier- und Pflanzenwelt. Als Erholungsraum mit dem Siegtal-Weg schätzen Bürger*innen aus der Region die Siegaue – was auch nicht immer konfliktfrei ist. Ein zentraler Punkt ist der auch von den Vereinen genutzte Bereich am Sportplatz, mit Grillplatz und Spielplatz. Die im Ortsring zusammengeschlossenen Vereine und Institutionen sind in vielen Bereichen tätig: Sport, Karneval, Musik, Brauchtum, Engagement. Die dort tätigen Ehrenamtlichen leisten einen großen Beitrag für ein lebendiges Dorf.

Infrastruktur

 

Die Löschgruppe Meindorf der Freiwilligen Feuerwehr ist sowohl Teil der Brauchtumspflege, aber natürlich besonders unverzichtbar für den Brand- und Bevölkerungsschutz. Die Katholische Grundschule mit zwei Jahrgangsklassen liegt zentral. Auf dem Schulgelände ist die Mehrzweckhalle, welche die Vereine mit nutzen. Zwei Kindertagesstätten bieten Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinsten. Ein Supermarkt und eine Bäckerei am östlichen Ortsrand stellen eine gute Grundversorgung mit Lebensmitteln dar. Weitere kleinere Dienstleister und eine Gaststätte sind am Ort ansässig.

 

Verkehrsanbindung

 

Meindorf liegt zentral, mit guter Verkehrsanbindung, was aber auch negative Seiten wie Lärmbelastung hat. Es gibt Radwege in alle Richtungen, wobei Verbesserungen notwendig sind. Der Bahnhof Menden am Ortsrand bietet halbstündige Verbindungen nach Köln, Bonn-Beuel und Koblenz. Mit dem Bau der S 13 soll das Angebot in einigen Jahren noch einmal verbessert werden, auch zum nahen Flughafen Köln/Bonn. Zwei Buslinien fahren werktags gemeinsam im 10-Minuten-Takt nach Bonn und Menden, und weiter ins Stadtzentrum und nach Siegburg. Über die Landesstraße L 16 erreicht man mit dem Auto in wenigen Minuten Nachbarorte und Autobahnauffahrten.

Meindorf Kapelle

Kapelle St. Maria Rosenkranzkönigin Meindorf

Menden

 

Ortsvorsteherin Gudrun Burk
Tel.: 0174/9114644
gudburk@web.de

Allgemeines

 

Fährt man Richtung Meindorf oder Friedrich-Wilhelms-Hütte, so muss man unweigerlich durch Menden fahren. Hier befinden sich zwei große Gewerbegebiete – zum einen der Bereich um die Einsteinstraße und zum anderen der Bereich „Am Bahnhof“.  In der Burgstraße finden wir viele kleinere Einzelhandelsgeschäfte – sozusagen die „Kö“ Mendens. Von hier aus gelangt man auf den denkmalgeschützten „Alten Friedhof“ der als Park und Grünfläche genutzt werden kann.

 

In den Straßen Mendens sieht man zahlreiche Fachwerk- und Backsteinhäuser sowie kleinere Hofanlagen. Diese alten Straßenzüge sind aus dem ehemaligen Nieder- und Obermenden zusammengewachsen. Das höchste Bauwerk in Menden ist der „Kaiserbau“ auf der Mittelstraße gelegen. Viele neue Wohngebiete sind entstanden – „Am Apfelbäumchen“; „Im Rebhuhnfeld“ und mit der Bebauung des ehemaligen „Gärtnerei Werner“- Geländes, geht die Erschließung weiter voran.

 

Historisches

 

Menden entstand in einer Siegschleife zur Zeit der fränkischen Landnahme in 5.-6. Jhd. 1070 wird Menden urkundlich erwähnt, jedoch tritt das Rittergeschlecht von Menden schon viel früher auf. Es entwickelten sich zwei Siedlungskerne – Nieder- und Obermenden, die erst 1935 vereint wurden. Die „alte“ Katholische Kirche – „Am Ehrenmal“ wurde 1896 niedergelegt. In der Zeit 1890-92 wurde die heutige katholische Kirche St. Augustinus erbaut (Kirchstraße).

 

In unmittelbarer Nähe befindet sich auf der Kirchstraße die „Burg Menden“ – ein ehemaliger Herrensitz (der ursprüngliche Standort der Burg ist nicht mehr nachvollziehbar). Nieder- und Obermenden waren bis in die Neuzeit vor allem landwirtschaftlich geprägt und hatte einige größere Hofanlagen – z.B. Bödinger Hof, Steinsche Hof oder auch der noch bestehende Fronhof. Menden wurde in französischen Zeiten Sitz der gleichnamigen „Maire Menden“, die von Preußen- ab 1815 in die „Bürgermeisterei Menden“ bzw. später in das „Amt Menden“ überging. Ende des 19. Jhdt. wurde damit begonnen, die Sieg die bis dahin bei Hochwasser ständig ihr „Bett“ verließ und ihren Verlauf änderte, einzudeichen.

 

Bis zur Gebietsreform 1969 gehörte die Friedrich-Wilhelms-Hütte – rechts der Sieg gelegen – noch zum Bereich Menden und hatte in der Industrialisierung ihr größtes Wirtschaftspotential entfaltet. In Menden finden wir neben der Katholischen St. Augustinus-Kirche noch die evangelische Emmaus-Kirche. Wir finden in Menden zahlreiche Kindergärten mit unterschiedlichen Trägern, die Max-und Moritz Gemeinschaftsgrundschule mit 2 Standorten (Siegstr. und Mittelstr.) sowie die Fritz-Bauer-Gesamtschule (Siegstr.). Ebenso verfügt Menden über ein reges Vereinsleben – mit über 20 Vereinen und den unterschiedlichsten Angeboten – z.B. Fußball, Junggesellen, Karneval, Schützen, Tennis es ist bestimmt für jeden etwas dabei…..

Mülldorf

Ortsvorsteherin Heike Borowski

Ortsvorsteherin Heike Borowski
Tel.: 0173/8215484
heike.borowski@web.de

Mülldorf ist mit knapp 9.200 Einwohnern einer der größten Stadtteile Sankt Augustins. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1071 mit der Gründungsurkunde durch die Abtei Siegburg mit der Bezeichnung Mulendorp. 1121 erschien die namensgebende Mühle in Urkunden, als Wassermühle am linken Ufer der Sieg. Der alte Ortskern liegt im Bereich der Meerstraße, An der Hongsburg und der Niederpleiser Straße. Im 18. Jahrhundert wurde die Bonner Straße als befestigte Straße von Siegburg nach Bonn gebaut und der Ortskern wuchs mit dem Bau des Haus Mülldorf als Schule und des Bürgermeisteramtes, an der Stelle der heutigen Mehrzweckhalle. 1911 wurde die Trasse der elektrischen Bahn als eingleisige Strecke eröffnet, die heutige Linie 66.

 

Der historische Ortskern mit Fachwerkhäusern sowie die städtischen Urbanität mit Fachhochschule, Gewerbegebiet und guter Infrastruktur zeichnet die Vielfältigkeit Mülldorfs aus. Naherholung bietet die direkte Lage an der Sieg sowie die Naturräume des Grünen C hinter der Fachhochschule. Mit dem Studio Kino bietet der Stadtteil Mülldorf das einzige Kino im Stadtgebiet in gemütlich-familiärer Atmosphäre. Das „Alt Mülldorf“ ist die letzte klassische Kneipe im Dorf und bildet seit vielen Jahren die Hofburg der Sankt Augustiner Prinzenpaare.

Mit der kath. Grundschule St. Martin sowie den fünf Kindertagestätten bietet der Stadtteil Mülldorf beste Voraussetzungen für Familien. Das neugebaute Jugendzentrum an der Bonner Straße ist zentraler Anlaufpunkt in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Mit der Stadtbahnlinie 66 und der angrenzenden Lage an Siegburg und somit dem ICE-Bahnhof und dem direkten Autobahnanschluss hat Mülldorf attraktive Verkehrsanbindungen. Alle Geschäfte des täglichen Bedarfs sind zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut zu erreichen.

 

Besonders hervorzuheben ist das engagierte Vereinswesen in Mülldorf. Der Maiclub Mülldorf e.V., die Damenkarnevalsgesellschaft Sonnenschein e.V., der Vfl Sankt Augustin e.V., die Prinzengarde der Stadt Sankt Augustin, AWO Mülldorf, sowie die Feuerwehr und die Kirchen pflegen zusammen Traditionen und das Brauchtum. Jedes Jahr finden Vereinsfeierlichkeiten wie Karnevalszug mit anschließender Afterzochparty, Seniorenfest, Maibaumstellen, Tanz in den Mai, Feuerwehrfest, Martinsfest und viele andere Aktivitäten statt, die zum Teil zusammen organisiert und ausgerichtet werden. Ganz nach dem Motto „ Sterben die Bräuche – stirbt auch das Dorf“. Das Vereinsleben wird unterstützt von der Kreissparkasse Köln und der VR-Bank Rhein-Sieg eG, die in Mülldorf ihren Sankt Augustiner Hauptsitz haben sowie den Mülldorfer Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen.

Niederpleis

An dieser Stelle folgt die Vorstellung des Stadtteils Niederpleis durch den Ortsvorsteher René Puffe. Sie erreichen Herrn Puffe unter puffe@t-online.de.

Ort

Ortsvorsteher Günter Piéla

Ortsvorsteher Günter Piéla
Tel.: 0178/5452047
gpiela@t-online.de

ORT – wie kann es nur einen Stadtteil geben, der einfach nur „Ort“ heißt, wundern sich viele Menschen, denen man seinen Wohnort mitteilt.

 

Die Erklärung dafür ist nicht einfach, aber nachvollziehbar. Die Anfänge des Stadtteils Sankt Augustin-Ort liegen im Gegensatz zu den anderen Stadtteilen, die ja schon eine jahrhundertelange Geschichte haben, erst im Jahr 1893, als die Familie Henroset mitten im einen landwirtschaftlich genutzten Gebiet, aber an der verkehrsgünstigen Kreuzung der Straßen von Menden nach Niederpleis bzw. Bonn nach Siegburg eine Gaststätte errichtete. Für das Wachstum der Siedlung, die sich den Namen „Interessengemeinschaft St. Augustin“ gab, war aber die 1911 gebaute die Straßenbahnlinie von Bonn nach Siegburg sowie die Errichtung des Klosters St. Augustin der Steyler Missionare ab 1913.

 

Erst nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 mit dem Regierungssitz in Bonn begann in den 50er Jahren eine rege Bautätigkeit, die ihren Höhepunkt in den 70er Jahren erreichte, bis heute aber immer noch anhält.

In einem Zeitraum von 20 Jahren verdreifachte sich die Zahl der Einwohner (von 1.700 auf mehr als 5.000 Ew), es wurden neben vielen Wohnungen etliche Institutionen wie z.B. das Materialamt der Bundeswehr, heute die Niederberg-Kaserne, das Rathaus, Kirchen, Schulen, die Kinderklinik und das HUMA Einkaufszentrum errichtet. Neben dem heutigen Siedlungskern rund um den Uhlandplatz gibt es mehrere eigenständige Siedlungsbereiche wie z.B. die Siedlung Auf der Heide, die Berliner Siedlung und die Wiesenblumen-Siedlung, aber auch ein kleines Gewerbegebiet entlang der Waldstraße.

 

Nach der Entstehung der Gemeinde Sankt Augustin 1969 wurde dieser Ortsteil zuerst zum Gemeindeteil, mit der Stadtwerdung 1977 zum Stadtteil Sankt Augustin-Ort. Natürlich befindet sich auch unser Ortsteil im Wandel, ältere Einfamilienhäuser werden abgerissen, um Platz zu machen für eine moderne Wohnbebauung, Versorgungseinrichtungen wie Kreissparkasse, Metzger und Bäcker wurden geschlossen, die in die Jahre gekommenen öffentlichen Gebäude werden saniert und energetisch und brandschutz-technisch auf den neuesten Stand gebracht. Demnächst wird das städtische Freibad saniert und aufgrund des aktuellen Bäderkonzeptes mit einem modernen Hallenbad ergänzt.
Geblieben sind auf jeden Fall die gute ärztliche Versorgung, die nahegelegenen Einkaufsmöglichkeiten an der Alten Heerstraße sowie die gute verkehrliche Anbindung durch die Linie 66, die unseren Stadtteil optimal versorgt, um umweltfreundlich zum Stadtzentrum oder aber über die ICE-Verbindung (Bahnhof Siegburg) in die Welt zu reisen.

 

Und auch die Wohnbevölkerung unterlegt einem stetigen Wandel. Die steigende Zahl von Kindern im Kita- und Grundschulalter belegt, dass sich wieder mehr junge Familien in Sankt Augustin-Ort ansiedeln. Heute leben hier annähernd 7.000 Menschen.