Kirschblüte in Menden

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Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen

In Sankt Augustin reden Kinder und Jugendliche mit und mischen sich ein, wenn es um ihre Belange geht. Seit mehr als 25 Jahren ist der Politik und der Stadtverwaltung die Mitwirkung der jungen Menschen sehr wichtig.

 

Das Kinder- und Jugendparlament als offizielles Mitwirkungsgremium für die Kinder bis einschließlich 14 Jahren wird ergänzt durch projektbezogene Mitwirkungsformen. Diese werden durchgeführt zu aktuellen und wichtigen Themen und Entwicklungen in Sankt Augustin, die Kinder betreffen. Für die Mitwirkung Jugendlicher wurden neue Formen entwickelt. Sie lösen den Jugendstadtrat ab, der bis 2014 das Mitwirkungsgremium für die Jugendlichen war. In einer Ideenwerkstatt hatten Jugendliche hierzu viele Anregungen gegeben. In einer Expertengruppe wurden diese Anregungen aufgegriffen und vier “Module” zur Mitwirkung Jugendlicher in Sankt Augustin entwickelt.

  • KiJuPa

  • Mitwirkung von Jugendlichen

  • Prädikat Kinderfreundlich

Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa)

 

Das Kinder- und Jugendparlament ist das Mitbestimmungsgremium für die Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Es besteht seit 1991. In über 60 Sitzungen haben Kinder und Jugendliche Fragen und Probleme besprochen, Ideen gesammelt, Lösungen gesucht und Beschlüsse gefasst zu den Themen Verkehrswege, Spielplätze, Freizeitmöglichkeiten, Busverbindungen, Schule und Umwelt …

Auf der Internetseite des Sankt Augustiner Kinder- und Jugendparlaments findet ihr Informationen und die Protokolle der Sitzungen.

KiJuPa - Quelle: Die Zeit

Abgeordnete berichten über die Kinderratssitzung

Seit wann gibt es das Kinder- und Jugendparlament?

 

1989 trafen sich Kinder in Sankt Augustin Menden bei einem Verbandstag des Pfadfinderstammes Januz Korczak zur ersten Sitzung eines Kinder- und Jugendparlaments. Einer der Beschlüsse dieses Parlaments war die Forderung, ein solches Kinder- und Jugendparlament zu einer festen Einrichtung in Sankt Augustin zu machen.

 

Auf Grund dieses Beschlusses erarbeitete die Stadtverwaltung zusammen mit den Sankt Augustiner Jugendgruppen eine Konzeption für ein solches ständiges Mitwirkungsgremium. Am 26. Februar 1991 stimmte der Jugendhilfeausschuss der Stadt dieser Konzeption zu und gründete damit das Sankt Augustiner Kinder- und Jugendparlament. Die erste Sitzung dieses Parlaments fand am 13. Oktober 1991 im Ratssaal der Stadt Sankt Augustin statt. Seitdem gab es zusammen mit der ersten Sitzung in Menden bereits 60 Sitzungen.

Wann und wo finden die Sitzungen statt?

 

Das KiJuPa trifft sich zwei Mal im Jahr zu Sitzungen. Diese finden im Frühjahr und im Herbst im Ratssaal der Stadt Sankt Augustin statt. Da die KiJuPa-Sitzungen in der Regel am Tag nach einer Ratssitzung stattfinden, müssen die Termine mit denen der Ratssitzung abgestimmt werden. Auch die Termine der Schulferien spielen eine wichtige Rolle.

 

 

Wie läuft eine Sitzung ab?

 

Zwei oder drei Wochen vor einer Sitzung sind alle Abgeordneten zu einer Vorbesprechung (Kinderrat) eingeladen. Auf dieser Sitzung werden der Ablauf der KiJuPa-Sitzung und die Tagesordnung besprochen und beschlossen. Die KiJuPa-Sitzung selbst beginnt um 15 Uhr mit der Begrüßung durch den Kindersprecher (oder die Kindersprecherin) und den Bürgermeister der Stadt Sankt Augustin. Danach wird berichtet, was sich seit der letzten Sitzung getan hat und was aus den Beschlüssen der letzten Sitzung geworden ist.

 

In der anschließenden Fragestunde können alle anwesenden Kinder, auch diejenigen, die keine Abgeordneten sind, Fragen stellen oder Vorschläge machen, die direkt vom Bürgermeister oder den Vertretern der Stadtverwaltung beantwortet werden. Nach einer kurzen Pause werden die Themen der Tagesordnung besprochen, hierzu Idee gesammelt und Beschlüsse gefasst. Von jeder Sitzung gibt es ein Protokoll, in dem die Fragen und Antworten und die Beschlüsse festgehalten werden.

Wie wirst du Abgeordnete*r im KiJuPa?

 

Die Abgeordneten des KiJuPa müssen in Sankt Augustin wohnen und dürfen bei ihrer Benennung noch keine 14 Jahre alt sein. Die Benennung als Abgeordnete gilt für ein Schuljahr. Alle Schulen in Sankt Augustin können zwei stimmberechtigte Abgeordnete und zwei Vertreter*innen benennen. An den meisten Schulen werden die Abgeordneten richtig gewählt, entweder vom Schülerparlament, in den Klassen oder von der SV. Die Kinder- und Jugendeinrichtungen in Sankt Augustin können jeweils einen stimmberechtigten Abgeordneten und eine Vertretung benennen und die Jugendgruppen in Sankt Augustin (z.B. Pfadfinder oder kirchliche Jugendgruppen) zusammen fünf Abgeordnete und fünf Vertreter. Wenn ihr Abgeordnete werden wollt, wendet euch also an eure Lehrer*innen, an die Einrichtung, die ihr besucht, oder an die Jugendgruppe, in der ihr Mitglied seid!

 

Fünf Plätze als „freie“ Abgeordnete kann das Kinder- und Jugendparlament selbst vergeben. Wer nicht in Sankt Augustin auf eine Schule geht oder über seine Schule, Jugendgruppe oder Jugendeinrichtung keinen Platz bekommen hat, kann sich an Christina Jung wenden Tel:02241/243 590 oder christina.jung@sankt-augustin.de

Wie kannst du sonst im KiJuPa mitarbeiten?

 

Im KiJuPa können alle interessierten Kinder mitmachen, auch diejenigen, die keine Abgeordneten sind. Die Sitzungen sind öffentlich, dass heißt, alle dürfen dabei sein. Anders als bei den Sitzungen des Stadtrates dürfen beim KiJuPa auch alle anwesenden Kinder mitreden, Fragen stellen und Vorschläge machen. Abstimmen dürfen aber nur die von den Schulen benannten Abgeordneten mit ihrer Stimmkarte.

 

Auch bei den Arbeitsgruppen, AG Klima und Verkehr, AG Soziale Medien, AG Demokratie sowie AG Freizeit, dürfen alle interessierten Kinder mitmachen.
Das Kinder- und Jugendparlament setzt sich auch im Jugendforum im Projekt „8sam!“ mit Aktionen und Projekten gegen Rassismus ein. Zuständig für das Jugendforum im Projekt „8sam!“-gegen Rassismus ist der Fachdienst Jugendförderung. Weiter Informationen (folgt).

Neue Formen der Mitwirkung Jugendlicher

 

Vernetzung der Schülervertretungen

Der Wunsch nach einer besseren Zusammenarbeit der Schülervertretungen in Sankt Augustin war ein Ergebnis der Ideenwerkstatt 2014. Ein erstes Treffen fand am 30. November 2015 statt, bei dem fünf von sieben Schülervertretungen vertreten waren. Seitdem treffen sich die Schülervertretungen drei bis vier Mal im Jahr um gemeinsam etwas für die Schulen und für alle Jugendlichen in Sankt Augustin zu bewirken.

 

Ziele der SV-Treffen

Ziel dieser Treffen ist der Austausch über die an den einzelnen Schulen anstehende Themen und Projekte der SV-Arbeit sowie Absprachen über eine gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit. Auch Absprachen über gemeinsame Veranstaltungen können hier getroffen werden. Doch nicht nur Schulthemen, auch Themen, die alle Sankt Augustiner Jugendlichen betreffen, können hier besprochen werden, z.B. die Mitwirkungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Sankt Augustin oder Aktionen gegen Rassismus.

Unterstützung von Mini-Projekten

Ihr seid ein Freundeskreis, eine Schulklasse, Besucher einer Jugendeinrichtung oder eine andere Gruppe Jugendlicher und habt Ideen für Projekte, die vielen oder allen Sankt Augustiner Jugendlichen nützen? Wir unterstützen euch bei der Umsetzung! Für Mini-Projekte stellt die Stadt stellt pro Jahr 1.200 € zur Verfügung. Mit diesem Geld können vier bis fünf Mini-Projekte von euch umgesetzt werden. Das Geld kann zum Beispiel für die Organisation eines Festes genutzt werden oder für Verbesserungen in der Schule, in der Jugendeinrichtung oder im Wohnumfeld. Alles, was euch bewegt und interessiert und für das ihr euch einsetzen wollt, kann zu einem Projekt werden. Allerdings gibt es hierfür ein paar Regeln.

 

Euer Kontakt ins Rathaus:

Klaus Engels im Fachdienst Jugendförderung, Tel.: 02241/243332, Klaus-engels@sankt-augustin.de

Beteiligungsaktionen und Jugendforen

 

Nichts los in deinem Stadtteil?
Bei Jugendforen und Beteiligungsaktionen kannst du mit Gleichgesinnten vieles bewirken! In den stadtteilorientierten Mitwirkungsaktionen und Jugendforen könnt ihr eure Meinungen und Ideen zu eurem Stadtteil äußern und mit unserer Unterstützung versuchen, diese Ideen umzusetzen. Ihr seid zum Mitmachen eingeladen und erhaltet Rückmeldung zu den Ergebnissen.

 

Jugendforum
  • Mitwirkungsaktionen und Jugendforen sollen regelmäßig in den Stadtteilen stattfinden
  • Ihr könnt eure Ideen äußern und Kritik und Vorschläge einbringen
  • Die Ergebnisse werden an die Verwaltung und die Politik weitergeleitet
  • Die Ergebnisse und Zwischenberichte zur Umsetzung eurer Vorschläge werden veröffentlicht
  • Weitere Unterstützung zur Umsetzung der Ideen in gemeinsamen Workshops oder Mini-Projekten

 

Die ersten beiden Jugendforen fand im November 2016 im Kinder- und Jugendtreff Hotti Birlinghoven und im Juni 2017 in der “sonderBar” der ev. Kirchengemeinde in Mülldorf statt, zwei weitere Jugendforen 2018 und 2019 im Rahmen der Johannesstraßen-Feste auf dem Spielplatz an der Johannesstraße in Menden.

 

Euer Kontakt ins Rathaus:

Klaus Engels im Fachdienst Jugendförderung, Tel.: 02241/243332, Klaus-engels@sankt-augustin.de

Speed-Debating

 

Stell dir vor, du sagst dem Bürgermeister und anderen wichtigen Personen deine Meinung über Sankt Augustin oder berichtest ihnen von deine Ideen – und sie hören interessiert zu!

Im Speed-Debating sitzen sich Jugendliche und Erwachsene “Entscheidungsträger”, z.B. Bürgermeister, Politiker, wichtige Vertreter der Stadtverwaltung, der Polizei, der Verkehrsbetriebe, gegenüber und können Fragen stellen und Ideen austauschen. Alle vier Minuten rutschen die Jugendlichen einen Tisch weiter und sitzen nun neuen interessierten Erwachsenen gegenüber …..

 

Ziel des Speed-Debatings ist es,

  • den persönlichen Austausch zwischen euch Jugendlichen und den Erwachsenen zu fördern
  • euch die Möglichkeit zu geben, den erwachsenen Entscheidungsträgern eure Fragen und Anregungen mitzuteilen
  • den Erwachsenen die Möglichkeit zu geben, eure Erfahrungen und Erwartungen kennen zu lernen

 

Wann findet das Speed-Debating statt?

  • einmal im Jahr an einer Schule

 

Wer kann mitmachen?

  • Schülerinnen und Schüler ausgewählter Jahrgangsstufen

Projektbezogene Mitwirkung

Neben Kinder- und Jugendparlament und den Modulen der Jugendbeteiligung gibt es in Sankt Augustin auch projektbezogene Mitwirkungsmöglichkeiten, etwa bei der Einrichtung eines neuen Spielplatzes oder bei der Mitwirkung an der Bürgerbeteiligung zum neuen Stadtzentrum.

Workshop Mitwirkung von Jugendlichen

Kinder- und jugendfreundliches Stadtzentrum

 

An der Bürgerbeteiligung zum neuen Stadtzentrum in Sankt Augustin haben sich nicht nur das Kinder- und Jugendparlament mit einer Arbeitsgruppe und der Jugendstadtrat mit eigenen Aktionen beteiligt, auch ein offenes Kinder- und Jugendforum wurde zu diesem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Aktionen flossen nicht nur in die Dokumentation der Bürgerbeteiligung ein sondern wurden der Planungsgruppe durch Vertreter der Kinder und Jugendlichen selbst vorgestellt und erläutert.

Spielplatzplanung

 

Wenn in Sankt Augustin ein neuer Spielplatz gebaut wird, werden die künftigen Nutzer, also die anwohnenden Kinder an den Planungen beteiligt, in eigenen Treffen oder auch in Kooperation mit nahegelegenen Schulen. Für einen Spielplatz in einem geplanten Neubaugebiet in Menden gab es eine solche Planungsaktion mit Kindern aus dem Kinder- und Jugendparlament. Das Kinder- und Jugendparlament hat sich zudem intensiv mit der Frage der Spielplätze beschäftigt. In einer Arbeitsgruppe wurden Kriterien für einen kindgerechten Spielplatz entwickelt und zwei Spielplatzmodelle gebaut.

Workshop - Mitwirkung von Jugendlichen

Prädikat Kinderfreundlich

 

Alle zwei Jahre vergibt das Kinder- und Jugendparlament das “Prädikat Kinderfreundlich” an Personen, Initiativen, Vereine, Gruppen oder Einrichtungen, die sich tatkräftig für die Verbesserung der Lebenswelt der Kinder in Sankt Augustin einsetzen. 2021 wurde das Prädikat Kinderfreundlich wieder vergeben.

 

Wer konnte mitmachen?

Mitmachen konnten beim “Prädikat Kinderfreundlich” alle, die kinderfreundliche Angebote kennen und wollen, dass diese auch den anderen Menschen in Sankt Augustin bekannt werden. Also du selbst, deine Eltern, Geschwister, Großeltern, Freunde, Nachbarn. Der Preis soll Erwachsene dazu anregen, ebenfalls kinderfreundliche Angebote zu machen. Das Kinder- und Jugendparlament hatte in seiner 58. Sitzung am 29. Oktober 2020 beschlossen, die Aktion 2021 wieder durchzuführen. Alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen wurden aufgerufen, kinderfreundliche Angebote und Aktivitäten vorzuschlagen!

 

Logo Prädikat Kinderfreundlich

Was konnte vorgeschlagen werden?

 

Es konnten Angebote und Aktivitäten aus Sankt Augustin vorschlagen werden, die

  • im Sinne der Kinder sind,
  • auf Dauer angelegt sind,
  • wirksam sind,
  • außergewöhnlich sind und Signalcharakter haben,
  • uneigennützig sind.

Wie wurden die Preisträger ausgewählt?

Die Vorschläge wurden gesammelt und Mitte April 2021 von einer Kommission ausgewertet. Zu dieser Kommission gehörten Monika Schulenburg, die stellvertretenden Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Marc Serafin, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, Christina Jung, Mitarbeiterin im Fachdienst Jugendförderung sowie das Sprecherteam des Sankt Augustiner Kinder- und Jugendparlament. Die Abgeordneten des Kinder- und Jugendparlaments stimmten Ende Mai nach der 59. Sitzung über die von der Kommission ausgewählten Vorschläge per Briefwahl ab.

Preisverleihung Prädikat Kinderfreundlich

Wer hat das Prädikat Kinderfreundlich 2021 erhalten?

 

  • Turnverein Hangelar 1962 e.V. für sein Angebot für Kinder und Jugendliche
  • Luise Steenbaker als „Töpfer-Oma“
  • Christa Busch als „Lese-Oma“
  • Frank Niess für sein Engagement das Brauchtum den Kindern näher zu bringen
  • Evangelische öffentliche Bücherei für ihre Arbeit Lesen zu ermöglichen und zu fördern
  • Ute Stedtfeld für ihr Engagement im Bereich Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen
  • Kinderparlament im städtische Familienzentrum Wacholderweg für das Umsetzen des Kinderrechts auf Mitbestimmung