Sankt Augustin wird klimaneutral

Das letzte Jahr war geprägt von Extremwetterereignissen – global, aber auch in unserer Region. Der im August 2021 veröffentlichte Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ist alarmierend ausgefallen: Werden die Treibhausgasemissionen nicht drastisch reduziert, werden die Pariser Klimaziele weit verfehlt. Umso wichtiger ist es also, dass auch Kommunen ihren Teil übernehmen, um dem entgegenzuwirken. Daher hat der Rat der Stadt Sankt Augustin am 1. Juli 2021 einstimmig Ziele zur Klimaneutralität beschlossen.

Die Stadt ergreift nun alle in ihrem Einflussbereich liegenden Maßnahmen, um den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen bilanziell auszugleichen. Dazu zählen Energieeinsparungen, mehr erneuerbare Energien und, wenn nicht anders möglich, Kompensationsleistungen.

Unter anderem wurde konkret beschlossen: In Sankt Augustin soll Klimaneutralität bis 2035 möglich sein.

Für den öffentlichen Bereich gelten diese Zwischenziele:

  • 2025: Klimaneutrale Kernverwaltung
  • 2030: Klimaneutrale Gesamtverwaltung

Um diese ambitionierten Ziele erreichen zu können, hat die Verwaltung folgende Herangehensweise erarbeitet: Zur Schaffung einer fundierten Grundlage für das weitere Vorgehen, soll zunächst das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Sankt Augustin unter Vorgabe der Klimaneutralitätsziele aktualisiert werden und eine gebäudescharfe Treibhausgasbilanz liefern. Nur so kann der Erfolg der Maßnahmen geprüft werden. Die Aktualisierung des Konzepts wird voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen sein.

Darüber hinaus gibt es einige Sofortmaßnahmen, die von der Verwaltung bereits vor Vorliegen des aktualisierten Konzepts eingeleitet werden. Dazu gehört zum Beispiel die Prüfung sämtlicher städtischen Dächer auf die Eignung für die Errichtung von Photovoltaikanlagen. Hier gilt es Statik und weitere Aspekte zu berücksichtigen.

Bereits gestartet ist das sogenannte Betriebliche Mobilitätsmanagement für die Stadtverwaltung mit dem Ziel, die Mobilität der Stadtverwaltung und ihrer Mitarbeitenden klimafreundlich zu gestalten. Es umfasst u. a. die Umstellung des städtischen Fuhrparks in Richtung E-Mobilität, die Einführung eines Jobtickets und eines Dienstradleasingangebotes für die Beschäftigten der Stadt. Weitere Maßnahmen in den Bereichen Gebäudetechnik, Stadtgrün und Organisation sollen kurzfristig angegangen werden, so zum Beispiel die Errichtung eines Baumhains in Nähe der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Bildquelle: Wikimedia Commons, Karlunun



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