Närrisch vereint – Bürgermeister Max Leitterstorf (links) und der Präsident der Ehrengarde Hangelar Mark Schaefer nach der Erstürmung des Hauses der Nachbarschaft in Hangelar

Narren stürmen das Haus der Nachbarschaft in Hangelar

Zum traditionellen Sturm auf das Haus der Nachbarschaft hatte die Ehrengarde Hangelar auch in diesem Jahr eingeladen. Zahlreiche Vertretungen befreundeter Karnevalsvereine und Garden sowie Hangelarer Bürgerinnen und Bürger waren bei frostigem aber sonnigem Winterwetter auf dem Franz-Josef-Halm-Platz erschienen, um das Haus für die Jecken einzunehmen und in das „Haus des Karnevals“ zu verwandeln.

Auch der Prinz der Stadt Sankt Augustin Marcel I., das Dreigestirn von Menden Prinz Oliver I., Bauer Christoph und Jungfrau Caroline sowie das Sankt Augustiner Kinderprinzenpaar Prinz Malte I. und Prinzessin Thea I. waren mit ihren Adjutanten vor dem Nachbarschaftshaus aufmarschiert und begehrten Einlass.

Bürgermeister Max Leitterstorf ließ sich von der großen Narrenschar jedoch nicht beeindrucken. Er verkündete, das Haus sei abgesperrt und niemand käme hinein. „Hier ist Baustelle!“, sagte er und wies auf die Absperrungen und Verkehrsschilder vor dem Haus. Der Eintritt sei daher verwehrt. Mark Schaefer, Präsident der Ehrengarde, bemerkte verwundert, dass die Absperrungen wohl über Nacht dorthin gekommen sein müssten und nun sei auch klar, warum Max Leitterstorf einen Bauhelm trage. Offensichtlich sei außer dem Bürgermeister jedoch niemand auf der Baustelle zu sehen und die Arbeiten ruhten wohl, also könne man doch im Haus feiern. Für die Jecken sei es ein Leichtes, das Haus zu erstürmen. Mit lauten Stimmen und einem dreimal Alaaf! versuchten die Karnevalisten Max Leitterstorf zu beeindrucken jedoch ohne Erfolg. „Ich mag allein hier stehen, so werd‘ ich doch nicht gehen! Hier will ich bauen, du wirst schon schauen.“ machte Bürgermeister Leitterstorf deutlich. Präsident Schaefer gab nicht klein bei: „Solange du nicht baust, feiern wir in diesem Haus!“ Durch Musik würden die Baustellenschilder schon weichen. Es erklang „Wenn am Himmel die Stääne danze“ , alle sangen mit doch die Schilder bewegten sich nicht. Für Max Leitterstorf war das „schon mal ein netter Versuch“. Aber der Weg ins Haus blieb verwehrt.

Närrisch vereint – Bürgermeister Max Leitterstorf (links) und der Präsident der Ehrengarde Hangelar Mark Schaefer nach der Erstürmung des Hauses der Nachbarschaft in Hangelar
Närrisch vereint – Bürgermeister Max Leitterstorf (links) und der Präsident der Ehrengarde Hangelar Mark Schaefer nach der Erstürmung des Hauses der Nachbarschaft in Hangelar

Erst als „Leev Marie“ erklang hatte Max Leitterstorf ein Einsehen, außerdem sei es ihm kalt und alle sollten rein ins Warme. „Nun zieht keiner eine Flappe, ich tausche Helm und Narrenkappe.“ Gemeinsam mit Mark Schaefer durchschnitt er das Band zwischen den Absperrungen und mit einem dreifachen Alaaf! und Mengde Iah! wurde der Weg in das „Haus des Karnevals“ freigegeben. Dort gab es eine rauschende Party für alle Karnevalsfans mit Tanzdarbietungen der befreundeten Karnevalsgesellschaften und Garden.