Fahrräder

Mobil sein auch ohne eigenes Auto

Sankt Augustin als Modellkommune im Rhein-Sieg-Kreis

In Sankt Augustin entstehen immer mehr Mobilitätsangebote, wie z. B. Leihfahrräder, E-Leihroller (Pilotprojekt) sowie Carsharing. Um die Nutzung und Schaffung vielfältiger Sharing-Angebote zu erleichtern, bedarf es einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur, welche nun im Forschungsprojekt OMI erstellt wird. Die Stadt Sankt Augustin dient, zusammen mit der Stadt Hennef, als Modellkommune für dieses Projekt.

OMI steht für offene Mobilitätsinfrastruktur. Entwickelt wird diese im Rhein-Sieg-Kreis von den Start-ups „Reboot Mobility GmbH“ und „open.INC GmbH“. Erprobt wird sie in den Städten Sankt Augustin und Hennef. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Siegen.

„Intermodale Mobilitätslösungen, die auf der Kombination mehrerer Fortbewegungsmittel basieren, sind ein wichtiger Schlüssel für die Abkehr vom motorisierten Individualverkehr. Es freut uns, dass wir als Modellkommune bei dem Projekt OMI dabei sind und bereits während des Forschungszeitraumes direkt von der Forschung profitieren werden. Dieses Projekt unterstreicht wieder einmal die Kooperation der Stadt mit unserer Hochschule und wird für alle Beteiligten einen Mehrwert generieren.“ sagt Bürgermeister Max Leitterstorf.

Das Projekt OMI im Einzelnen

Geplant ist, die Städte bei der Schaffung digitaler Mobilitätsinfrastruktur zu unterstützen. Diese soll sich neben analogen Infrastrukturen, wie beispielsweise Straßen, etablieren. Für die Entwicklung der Infrastruktur wollen die Forschenden von OMI Anbieter und potenzielle Nutzende von Beförderungsmöglichkeiten durch eine bedarfsgerechte Mensch-Technik-Interaktion zusammenbringen. Mithilfe eines Self-Service-Portals können lokale Akteure wie Privatpersonen, Energieversorger oder Vereine ein gemeinsames Sharing-Angebot einrichten, für das sie selbst etwa Autos oder Fahrräder zur Verfügung stellen.

Das Angebot soll darüber hinaus mit bestehenden Mobilitätsangeboten, wie dem ÖPNV vernetzt werden. Eine intuitive App hilft Bürger*innen beim Planen, Buchen und Bezahlen. Somit wird das Smartphone mitunter zum digitalen Fahrzeugschlüssel.

Ziel des Projektes ist es, mit adaptiver Technologie die Mobilitätswende zu unterstützen. Mensch-Technik-Schnittstellen sollen dazu als Teil einer kommunalen Infrastruktur flächendeckend Zugang zu alternativen Mobilitätsangeboten schaffen.

(Foto: Wikimedia Commons)



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