KiJuPa setzt Zeichen für Frieden, Klimaschutz und Kinderrechte

Die Abgeordneten des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) trafen sich im Ratssaal der Stadt Sankt Augustin zur 69. Sitzung. Ein zentrales Thema war „Gemeinsam stark – Für Frieden, Klimaschutz und Kinderrechte“.

Bereits im Kinderrat war das Thema besprochen worden. Eine eigens gebildete Arbeitsgruppe stellte nun ihre konkreten Ergebnisse und Vorschläge als Fragestellung vor.

Warum brauchen wir Frieden? Frieden bedeutet, sicher und ohne Angst vor Gewalt leben zu können. Er fördert ein besseres Zusammenleben, gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit — und schafft die Grundlage dafür, dass Menschen glücklich und zufrieden sein können. Die Arbeitsgruppe schlägt deshalb praktische Projekte vor, die den Zusammenhalt stärken: Streitschlichter-Programme an den Schulen, gemeinsame Spielaktionen innerhalb der Klassen, Gesprächsformate zum Miteinander sowie kreative Angebote wie gemeinsames Musizieren und Tanzen.

Warum brauchen wir Kinderrechte? Kinderrechte sind die Basis dafür, dass Kinder geschützt aufwachsen, zur Schule gehen, spielen und sich gesund entwickeln können. Sie sichern Kindern das Recht zu, ihre Meinung zu äußern und an Entscheidungen mitzuwirken. Als Aktionen plant die Gruppe, das Thema stärker im Unterricht zu verankern — etwa durch regelmäßige Klassengespräche — und Sichtbarkeit in den Schulen zu schaffen, etwa durch Plakate mit den Kinderrechten und altersgerechte Informationsangebote, damit alle Kinder ihre Rechte kennen.

Warum brauchen wir Klimaschutz? Klimaschutz bewahrt unsere Lebensgrundlagen: Er hilft, die Erde als lebenswerten Ort zu erhalten, sorgt für saubere Luft und schützt Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben. Die Arbeitsgruppe empfiehlt leicht umsetzbare Projekte, die Schülerinnen und Schüler direkt einbinden: Bäume pflanzen auf dem Schulhof, gemeinsame Müllsammelaktionen und die Förderung klimafreundlicher Wege zur Schule — etwa mehr zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren.

Das KiJuPa ruft nun alle Schülerinnen und Schüler in Sankt Augustin dazu auf, sich dem Thema „Gemeinsam stark – Für Frieden, Klimaschutz und Kinderrechte“ anzuschließen, eigene Aktionen zu planen und die Erfahrungen zu teilen. Kleine Schritte vor Ort sollen zusammen ein großes Signal ergeben: für mehr Frieden, stärkere Kinderrechte und wirksamen Klimaschutz — getragen von den jungen Menschen selbst.

In der Fragestunde konnten die jungen Abgeordneten ihre Anliegen direkt einbringen. Etwa zur Hitze in Klassenräumen, zur Schulhofgestaltung, zur Verkehrssicherheit, zu Glascontainern am Schulhof und zur Freigabe eines Spielgerätes.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Präsentation der Klimaschutzmanagerin Sarah Zarin vom Büro für Natur- und Umweltschutz. Sie stellte die „Baum-App“ vor; künftig können Schülerinnen und Schüler Baumstandorte vorschlagen, die die Stadt prüft und, wenn geeignet, bepflanzt werden. (https://pro.form.cloud/formcycle/form/alias/StadtSanktAugustin/Baumstandorte).

Die 70. Sitzung findet statt am 12. November 2026; bis dahin soll die beschlossene Umsetzung der Projekte weiterverfolgt werden.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendparlament gibt es im Fachdienst Jugendarbeit bei Christina Jung, Tel. 02241/243-590, per E-Mail unter christina.jung@sankt-augustin.de oder auf www.sankt-augustin.de/mitmachen.