
09 Feb. Jecke erobern das Sankt Augustiner Rathaus
Am Ende haben es die Jecken doch geschafft, die Macht im Rathaus zu übernehmen. Bürgermeister Max Leitterstorf hatte einige Kampfsportvereine aus der Stadt zusammengerufen, um ihn bei der Verteidigung zu unterstützen. Am Ende half das aber nicht.
Der Prinz der Stadt Sankt Augustin Marcel I., das Dreigestirn von Menden Prinz Oliver I., Bauer Christoph und Jungfrau Caroline sowie das Sankt Augustiner Kinderprinzenpaar Prinz Malte I. und Prinzessin Thea I. waren mit den Garden und Karnevalsvereinen auf dem Karl-Gatzweiler-Platz vor dem Rathaus erschienen, um sich mit dem Bürgermeister ein Wortgefecht zu liefern.
Nach kurzem verbalen Schlagabtausch zeigten die Kinder mit dem Piratentanz ihre Begeisterung für den Karneval, was die Taekwondo-Gruppe der SSG Sankt Augustin mit einer gekonnten Form und einem beeindruckenden Bruchtest konterten. Mit Unterstützung des Musikzuges der Prinzengarde der Stadt Sankt Augustin hielten die Karnevalisten mit einem lautstark gesungenen „Viva Colonia“ dagegen. Doch Bürgermeister Max Leitterstorf verweigerte ihnen weiterhin den Zutritt zum Rathaus. Er schickte stattdessen die nächste Kampftruppe aus. Der 1.Taekwondo-Gym-Sankt Augustin e. V. zeigte mit einer tollen Sparring- und einer Pratzenvorführung sein Können. Die Jecken zeigten sich wenig beeindruckt. Prinz Marcel I. stimmte sogleich die “Karnevalsmaus“ an und große und kleine Jecken machten begeistert mit. „Ich bin beeindruckt von Eurem Mut – und Eure Stimmung, die tut gut.
Doch die Vereine sind zu dritt – und ich, ich mach jetzt auch noch mit!“, verkündete Max Leitterstorf, stieg im Karate-Anzug von der Bühne und mischte sich unter sein Team vom Shotokan Karate Dojo Yujo, um mehrere Katas vorzuführen. Doch die Karnevalisten hatten mit kräftigem Gesang noch ein Ass im Ärmel. Lautstark erklang „All in –Lieblingsleeder”, was Bürgermeister Max Leitterstorf dann doch zum Einlenken zwang. Er musste zugeben, die Kraft der Jecken verkannt zu haben und gab sich geschlagen. Er überreichte Prinz Marcel I. den symbolischen Schlüssel zum Rathaus.
Traditionell kletterte dieser die Leiter hinauf ins Rathaus und verkündete den Sieg der Jecken. Zudem eroberte er eine große Kiste Kamelle für das Kinderprinzenpaar und ein paar kühle Getränke, für einen kleinen Umtrunk mit dem Mendener Dreigestirn. Für alle Kinder auf dem Karl-Gatzweiler-Platz gab es natürlich den üblichen Kamelle-Regen.