Altes Fährhaus Buisdorf
Geschichte
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde zwischen Buisdorf und dem damals noch Buisdorfer Deichhaus eine Fähre betrieben. Mit einem Nachen, der ausschließlich der Personenüberfahrt diente, und zwei sogenannten Schalden, die auch für den Transport von Gütern genutzt wurden, konnte die Sieg an dieser Stelle überquert werden. Dank der Überprüfung eines Wasserbau-Inspektors aus Köln erhielt der Nachen Mitte des 19. Jahrhunderts auch Sitzbretter, so dass die Überfahrt nicht mehr im Stehen erfolgen musste.
Bereits 1831 gab es auf der Buisdorfer Seite ein Fährhaus, in dem auch Reisende übernachten konnten. In einer Aktennotiz aus dem Jahre 1831 wird von einem „Fährhaus in Bouisdorf“ gesprochen, in dem sich „zehn bis zwölf Menschen versammelt und niedergelegt hatten“.
Auch später scheint das Fährhaus ein beliebter Treffpunkt gewesen zu sein. Immer wieder werden Zusammenkünfte, aber auch Streitigkeiten gemeldet bzw. angezeigt.
Während der Fährbetrieb 1885, nach Fertigstellung der Siegbrücke, eingestellt wurde, existiert das Fährhaus, ein Fachwerkgebäude, noch heute. Noch bis 1955 verrichteten die beiden Ziegenböcke Fritz und Jakob in der dort eingerichteten Deckstation ihre Arbeit.
Das frühere Fährhaus wurde umfassend saniert und hat z.B. ein neues Dach und neue Fenster mit Schlagläden erhalten. Es steht unter Denkmalschutz und dient heute als Wohnhaus.
Daten
Karte
Referenz
Die genannte Literatur sowie weitere Informationen finden Sie im Stadtarchiv Sankt Augustin:


