Wegekreuz von 1829
Geschichte
Das Wegekreuz wurde im Jahr 1829 von der Eigentümerin der Burg Niederpleis, Clara von Zastrow, geb. Kallberg, errichtet.
Die Inschrift lautet:
"CLARA VON ZASTROW GEBORNE KALLBERG HAT DIESES KREUTZ ZUR VEREHRUNG GOTTES ERRICHTEN LASSEN IM MONAT MAJ 1829"
Infolge der Säkularisation der Reichsabtei Siegburg (1803) kam die Burg Niederpleis erstmals in staatlichen Besitz: Herzogtum Berg (1803-1806), Großherzogtum Berg (1806-1813), Generalgouvernement Berg (1813-1815) und Königreich Preußen (1815-1827).
Schließlich verkaufte die Domänenverwaltung des Königreichs Preußen die Burg im Jahr 1827 an den aus vorpommerschem Adel stammenden, zum Zeitpunkt des Kaufs in Königswinter ansässigen Kataster-Kontrolleur für den Regierungsbezirk Köln, Heinrich von Zastrow. Dieser erwarb die Burg mit ihren zugehörigen Besitzungen für seine Ehefrau Clara von Zastrow, geb. Kallberg. Wann die von Zastrows die Burg Niederpleis wieder veräußerten, ist nicht bekannt. Sie sind zumindest bis 1854 als deren Eigentümer nachweisbar.
Der ursprüngliche Bau, eine wohl aus dem Spätmittelalter stammende Wasserburg, wurde um 1872 vollständig niedergelegt. Gleichzeitig wurde an dessen Stelle das heutige Haupthaus nebst Wirtschaftsgebäuden errichtet. Bei dem Wegekreuz handelt es sich um das einzige steinerne Zeugnis der Burg Niederpleis, dass aus der Zeit der Wasserburg erhalten geblieben ist.
Daten
Karte
Referenz
Hartleib, Robert: Das Kirchspiel Niederpleis, Siegburg 1986, S. 189 u. 317 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI S Hart1A).
Maaßen, German Hubert Christian: Geschichte der Pfarreien des Dekanates Königswinter (Geschichte der Pfarreien der Erzdiöcese Köln, Bd. XXVIII), Köln 1890, S. 451 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI 08D Dumo28A).
Stadt Sankt Augustin (Hg.): Denkmalpflege in Sankt Augustin (Städtebau im Gespräch, Bd. 3), Sankt Augustin 1990, S. 60 u. 64 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI S02A Denk1A).
Vogt-Werling, Marianne/Werling, Michael: Denkmalpflegeplan für die Stadt Sankt Augustin (Geschichte in Sankt Augustin, Bd. 2), Sankt Augustin 2017, S. 199 u. 550 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI S01C 2A).
Die genannte Literatur sowie weitere Informationen finden Sie im Stadtarchiv Sankt Augustin:


