Katholische Pfarrkirche St. Anna
Geschichte
Am 31. Juli 1898 wurde der Grundstein für die erste St. Anna-Kirche gelegt. Innerhalb nur eines Jahres wurde der gelbe Backsteinbau im neugotischen Stil errichtet und taggenau, am 31.07.1899, am Kirmessonntag, feierlich bezogen. Am 23.3.1899 war Hangelar als selbständige Kapellengemeinde anerkannt worden, gehörte aber kirchenrechtlich weiter zur Pfarrei Vilich. Am 1.11.1911 wurde die Gemeinde durch das Erzbistum Köln mit Bewilligung der Regierung zur selbständigen Pfarrei erhoben. Dies führte unter anderem zu einer finanziellen Entlastung der Gemeinde, da der Pfarrer (bislang als Rektor bezeichnet) nunmehr größtenteils vom Staat bezahlt wurde.
Nachdem diese Kirche im Zweiten Weltkrieg beschädigt worden war, beschloss die Gemeinde einen größeren Neubau nach Plänen des Bonner Architekten Peter Rieck (1921-2001). Am 13.12.1970 wurde der Grundstein für die neue St. Anna-Kirche gelegt, die zwei Jahre später, am 3.12.1972, eingesegnet wurde. Kurzzeitig hatten die Hangelarer also zwei Kirchen. Die alte Kirche wurde während der Bauzeit der neuen weiterhin benutzt und dann abgerissen.
Die Fassade des asymmetrisch angelegten Betonbaues wird durch den in das Gebäude integrierten Turm auf der Südostecke bestimmt. Während die dem Kirchplatz zugewandten Seiten aus Betonelementen bestehen, zeigt die Rückseite eine Beplankung aus Zinkblech. Mit Zinkblech ist auch das zeltförmige Kirchendach aus Beton belegt.
Der Grundriss der nach Westen ausgerichteten Kirche ist an einem unregelmäßigen Fünfeck orientiert, dessen Wände durch zahlreiche Rücksprünge und rechteckige Nischen belebt werden.
Besonders kontrastreich ist die völlig verglaste Nordwand des Raumes gestaltet. Sie ist dem rechteckigen Innenhof zugewandt, der von Kirche, Sakristei, Pfarrheim und dem offenen Gang, der das Pfarrheim mit dem nördlichen Kirchenportal verbindet, begrenzt wird.
Im Inneren des Sakralbaus haben sich einige Ausstattungsstücke der alten Kirche erhalten.
Daten
Karte
Referenz
Faust, Philipp: Findbuch zum Pfarrarchiv St. Anna Hangelar, Sankt Augustin 1995.
Vogt-Werling, Marianne/Werling, Michael: Denkmalpflegeplan für die Stadt Sankt Augustin [=Stadtarchiv Sankt Augustin (Hg.): Geschichte in Sankt Augustin, Band 2], Sankt Augustin 2017, S. 26-27 und 373-374 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI / S01C 2A).
LVR-Amt für Denkmalpflege Rheinland: Auszug aus der BoDeIOn-Datenbank-Nr. 65651 zu St. Anna Hangelar, Stand 1/2013 (Stadtarchiv Sankt Augustin, SGL 2340).
Die genannte Literatur sowie weitere Informationen finden Sie im Stadtarchiv Sankt Augustin:


