Standort der ehemaligen Kapelle Hangelar

Geschichte

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An der Ecke Kölnstraße/Kapellenstraße wurde im Jahre 1743 eine Kapelle zu Ehren der Heiligen Anna errichtet. Diese Kapelle musste jedoch schon einige Jahre später aufgrund von Baumängeln wieder abgerissen werden. Im Jahre 1791 wurde eine neue, größere St. Anna-Kapelle gebaut, die auf dem Bild zu sehen ist.

Hangelar war viele Jahre lang eine Kapellengemeinde und gehörte kirchenrechtlich zur katholischen Pfarrei Vilich. So wurde die Kapelle in dieser Zeit sowohl zum stillen Gebet als auch zur Feier der hl. Messe genutzt. Durch die stark anwachsende Zahl der Bevölkerung wurde die St. Anna-Kapelle jedoch zu klein und der Bau einer Kirche beschlossen. Als diese 1899 in der Nachbarschaft der Kapelle erbaut war, hatte die Kapelle ihre Bedeutung als Gotteshaus verloren und wurde anderen Zwecken zugeführt. So diente sie als Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr, die hier ihren Spritzenwagen abstellte. Hin und wieder soll sie auch als Arrestzelle genutzt worden sein, wenn ein Verdächtiger bis zum Eintreffen der Gendarmerie festgesetzt werden musste. Im Jahre 1926 wurde die Kapelle wegen Baufälligkeit abgerissen. Durch die immer stärker aufkommende Motorisierung wurde der freigewordene Platz einige Jahre zum Betrieb einer Tankstelle, die auf den ausgestellten Bildern zu sehen ist, genutzt. Heute steht auf dem Eckgrundstück ein Wohn- und Geschäftshaus.

Bearbeiter
Uli Bamberg

Daten

Bauzeit
errichtet 1791, abgerissen 1926
Strasse, Hausnummer
Ecke Kölnstraße/Kapellenstraße

Karte

91, Kölnstraße, Niederberg, Hangelar, Sankt Augustin, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen, 53757, Deutschland

Referenz

Quellen
Faust, Philipp: Pfarrarchiv St. Anna Sankt Augustin-Hangelar. Findbuch, Köln 1995 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI 11 Hang).
Stadtarchiv Sankt Augustin (Hg.): Sankt Augustin. Zeitsprünge, Erfurt 2011 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI S Zeit1B).

Die genannte Literatur sowie weitere Informationen finden Sie im Stadtarchiv Sankt Augustin: