Brölthalbahn Haltepunkt Hangelar
Geschichte
Die an dieser Stelle gelegene einstige Bahnhaltestelle in Hangelar gehörte zur schmalspurigen Brölthalbahn (später Rhein-Sieg Eisenbahn, RSE). Die Haltestelle lag an der 14,8 Kilometer langen Strecke Beuel - Hennef. Eröffnet wurde die Strecke am 1.12.1891. Die Brölthalbahn war ursprünglich eine Güterbahn, die überwiegend Basalt aus den Abbrüchen im Bröltal (z.B. in Ruppichteroth, Winterscheid und Seelscheid) an den Rhein bei Beuel transportierte. Später wurde das Geschäftsfeld auf den Personenverkehr und den Transport von Industrie- und Stückgütern ausgedehnt.
Die RSE-Haltestelle Hangelar erstreckte sich gegenüber der heutigen Gaststätte „Die Glocke“ parallel zur heutigen Kölnstraße beidseits der Einmündung Heckenweg. Etwa auf dem heutigen Grundstück Heckenweg 31 befanden sich ein Güterschuppen und eine Rampe. Noch heute lässt sich der damalige Streckenverlauf Richtung Beuel anhand der tiefen Vorgärten der Häuser Kölnstraße 161-173 erahnen. Der Streckenverlauf Richtung Niederpleis führte schräg über die heutigen Straßen Am Wolfsbach und Am Schiedsberg zur Einmündung der Kapellenstraße in die Bonner Straße (B56).
Den Betreibern der gegenüberliegenden Gaststätte, die 1891 zusammen mit der Haltestelle eröffnet wurde, oblag als Agentur die Betreuung des Haltepunkts einschließlich des Fahrscheinverkaufs.
Bereits 1955 wurde die Haltestelle Hangelar nicht mehr angefahren, da in den Jahren 1954/1955 eine Verlegung der Strecke in ein neues Gleisbett entlang der neuen B56 erfolgte. Es entstand eine neue Haltestelle an der heutigen Einmündung der Konrad-Adenauer-Straße in die Bonner Straße. Am 18.5.1967 wurde die Schmalspurbahnstrecke Beuel – Hennef stillgelegt und direkt danach abgebrochen.
Daten
Karte
Referenz
Clößner, Wolfgang / Gussmann, Carsten: Die Rhein-Sieg Eisenbahn. Pionier der deutschen Schmalspurbahnen, Berlin 2017
(Stadtarchiv Sankt Augustin, BI / 07FA Cloe1A).
Ossendorf, Karlheinz: Die Gast- und Schankwirtschaften der Bürgermeisterei Menden im 19. und 20. Jahrhundert. Teil 4: Hangelar und Holzlar mit Kohlkaul, Roleber, Gielgen und Hoholz [=Stadtarchiv Sankt Augustin (Hg.): Beiträge zur Stadtgeschichte, Heft 35], Sankt Augustin 2001 (Stadtarchiv Sankt Augustin, BI / S01B 35A).
Die genannte Literatur sowie weitere Informationen finden Sie im Stadtarchiv Sankt Augustin:



