Congratulations – 50 Jahre Musikschule der Stadt Sankt Augustin

Drei Konzerte zum 50-jährigen Jubiläum der Musikschule standen am Wochenende auf dem Programm. Beim Konzert „Congratulations“ führten die beiden jungen Moderator*innen Assa Ahmadi und Levan Doğan durch das Programm. Anhand der Geschichte von Prinzessin Augustinas Geburtstag, geschrieben von Julia Keuter, Fachbereichsleitung Tasteninstrumente und Gesang, wurde das Programm von über 30 Lernenden der Musikschule gestaltet.

Dass Kreativität in der Musikschule groß geschrieben wird, zeigte sich im extra für diesen Anlass von der Klavier- und Gesangslehrerin Tatjana König komponierten Musikschullied. Dieses wurde unter ihrer Leitung vom Kinderchor aussagekräftig mit vielen Bewegungen und Gesten begeistert vorgetragen.

Dass die Lernenden auch in ihrer Kreativität optimal unterstützt werden zeigte sich im Gesangsvortrag von Cornelia Ernst mit ihrem Song Just a Play, mit dem sie beim Wettbewerb Jugend Musiziert einen 1. Preis errang. Nun stellte sie es einem größeren Publikum vor und erntete sehr viel Applaus. Auch Lina Schramm, ebenfalls aus der Gesangsklasse Silke Hartstang hatte den Song For You selbst geschrieben. Klanglich und stimmlich sehr ausgewogen begleitete sie sich dabei auf der Harfe.

Perfekt ausgearbeitet und ein klangliches Erlebnis war das Nocturne cis-moll von Frederic Chopin, vorgetragen von Johanna Appt.

Die Streicher unter der Leitung von Ingmar Meissner hatten sich zu ihrem Matinee-Konzert am Sonntag dieses Mal in kammermusikalischen Besetzungen zusammengefunden. Schon die jüngsten Spielerinnen erfreuten mit ihrer Version von He´s a Pirate das Publikum. Pop-und Folkmelodien, eigens arrangiert von Ingmar Meissner, wurden im Streichersound präsentiert. Besonders hervorzuheben war das irische Toss The Feathers, auswendig mit Schwung vorgetragen von Mira Domnich, Clara Schatz, Sophie Qu und Fabian Wenzel. Eingerahmt wurde das Konzert aber ganz klassisch mit Mozarts Kleiner Nachtmusik zu Beginn und Vivaldis Cellokonzert für zwei Solocelli (Klasse Sebastian Frick) und kleines Orchester. Zum Schluss erklang in einem Arrangement von Ingmar Meissner das durch die Stilistik der Minimal-Music inspirierte Werk Experience von Ludovico Einaudi und bewies hier seine orchestralen Qualitäten.

Die Zupfinstrumente gaben sich dann um 16 Uhr ein Stelldichein. Die Vielseitigkeit der Instrumente und das Zusammenspiel standen im Vordergrund der Programmplanung. Über 30 Gitarren eröffneten das Konzert mit einem Geburtstagsständchen unter der Leitung von Martina Kölle und entfalteten für viele Zuhörer eine überraschende Klangwirkung. Die Geschwister Anna und Johannes Zils überzeugten mit ihren Duos für Blockflöte und Gitarre. Solobeiträge wechselten mit Duos ab. Wettbewerbsgewinner*innen im Solo- oder Duovortrag ernteten verdienten Applaus. Die jüngeren Harfenspieler*innen präsentierten zwei altenglischen Stücke in passender Kombination mit Blockflöte unter Leitung von Laura Oetzel. Die E-Bassspieler*innen groovten gemeinsam in ihrem Beitrag unter Leitung ihres Lehrers Wolfgang Engelbertz.
Auch die Kombination Harfe bzw. Gitarre mit Gesang fand in zwei herausragend vorgetragenen Programmpunkten ihren Platz. Lina Schramm begleitete sich selbst, wie am Tag zuvor, eindrucksvoll auf der Harfe und Carla Jacob, begleitet von Jonathan Jungbluth, sang einfühlsam mit warmem Timbre City Of Lights aus dem Film La-La-Land. Jonathan Jungbluth zog danach alle Register und zeigte mit seiner E-Gitarren-Präsentation von Erotomania der Prog-Rock-Band DreamTheater sein eindrucksvolles Können auf diesem Instrument. Abschließend spielte noch einmal das große Gitarrenensemble einen irischen Reel, unterstützt von Blockflötenspieler*innen und die Harfen, wieder unter der Leitung von Laura Oetzel, Brian Boru‘s March.

Die Mitwirkenden aller Konzerte wurden vom begeisterten Publikum mit reichlich Applaus belohnt.



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