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Aktuelles

Zusammen leben, zusammen wachsen

Zwei Veranstaltungen bildeten in Sankt Augustin den Rahmen zum Tag des Flüchtlings. Bei einem interkulturellen Fußballturnier mit Grillfest auf dem Sportplatz in Hangelar spielten Mannschaften mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen um einen Pokal. Abends wurde der Dokumentarfilm „Newcomers“ des syrischen Filmemachers Ma’an Mouslli im Haus Menden gezeigt. Die Veranstaltungen waren eine gemeinsame Aktion des Integrationsrats der Stadt Sankt Augustin und der Stadt Sankt Augustin.

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Veränderte Verkehrsführung Auf der Mirz in Sankt Augustin

Im Zuge des 3-/4-gleisigen Ausbaus der S13 wird die Straßenüberführung Auf der Mirz in Sankt Augustin verbreitert, um Platz für ein zusätzliches Gleis unter der Brücke zu schaffen. Ab dem 28. Oktober 2019 soll die Straßenüberführung deshalb für voraussichtlich zwei Jahre gesperrt werden. Auf der Kirchstraße wird zudem eine Halteverbotszone eingerichtet, um die Durchfahrt für den Baustellenverkehr sicherzustellen. Zu diesem Zeitpunkt soll die nahe gelegene Eisenbahnüberführung Auf der Mirz wieder für den Verkehr geöffnet sein. Eine Verkehrsumleitung für Fahrzeuge unter 3,30 Meter Höhe sowie für Radfahrer ist eingerichtet. Höhere Fahrzeuge müssen den Bereich weiträumiger umfahren.

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Bildungspartnerschaft zwischen Albert-Einstein-Gymnasium und Stadtarchiv Sankt Augustin geschlossen

Das Albert-Einstein-Gymnasium und das Stadtarchiv Sankt Augustin haben eine Vereinbarung für eine langfristige Bildungspartnerschaft abgeschlossen. Damit wird die Grundlage für die dauerhafte gemeinsame Förderung der historischen, kulturellen und politischen Bildung der Schülerinnen und Schüler gelegt.

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Ehrenamtliche Unterstützung für den CLUB gesucht

Die Aktivbörse der Stadt Sankt Augustin sucht für ihre Seniorenbegegnungsstätte CLUB zwei Personen, die sich hier ehrenamtlich engagieren möchten. Konkret wird Hilfe für das Spiel- und Klön-Café gesucht.

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Gewerbestelle geschlossen

Am 16. und 17. Oktober 2019 bleibt die Gewerbestelle der Stadt Sankt Augustin wegen einer Fortbildungsveranstaltung geschlossen.

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Johannesstraße erhält Fahrbahnauframpung zur Verkehrsberuhigung

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird in der Johannesstraße, in Höhe des Stadteilladens, eine sogenannte Auframpung auf der Fahrbahn errichtet. Diese soll zur Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit beitragen. Zur Durchführung der Baumaßnahme wird die Johannesstraße in der Zeit von Mittwoch, 16. Oktober bis einschließlich Mittwoch, 23. Oktober 2019 in Höhe der Hausnummern 5 und 12 voll gesperrt. Von dieser Vollsperrung sind auch Fußgänger und Radfahrer betroffen. Die Sperrung wird so eingerichtet, dass die Müllabfuhr erfolgen kann. Die absolute Vollsperrung im Baubereich ist notwendig, um die Arbeiten in der relativ kurzen Bauzeit von nur einer Woche effizient umsetzen zu können.

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Beiträge zur Stadtgeschichte

Band 55 der Reihe erscheint

Bürgermeister Klaus Schumacher und Autor Mike Bargel stellten jetzt den neuen Band 55 der Reihe „Sankt Augustin – Beiträge zur Stadtgeschichte“ mit dem Titel „Die NSDAP und die Gemeindeorgane des Amtes Menden (Rheinland) und seiner Gemeinden“ vor. Der Band schließt eine wichtige Lücke der Sankt Augustiner Geschichtsschreibung.

v.r.n.l. Bürgermeister Klaus Schumacher, Autor Mike Bargel und Stadtarchivar Michael Korn

Der Band trägt den Untertitel: Eine Darstellung der Entwicklung der NSDAP und der Mitwirkung ihrer Hoheitsträger bei der Berufung der Gemeindeorgane des Amtes Menden (Rheinland) und seiner Gemeinden Buisdorf, Hangelar, Holzlar, Meindorf, Menden, Niederpleis und Siegburg-Mülldorf.

In diesem Frühjahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und der zwölf Jahre währenden Herrschaft des Nationalsozialismus bereits zum 73. Mal. Bürgermeister Klaus Schumacher betonte in seiner Einführung, dass es auch nach so vielen Jahren noch überaus lohnend und wichtig ist, sich diesem besonderen Abschnitt unserer Geschichte zuzuwenden. „Gerade in der heutigen Zeit, in der wir das Wiedererstarken von Populisten, Demokratiegegnern, Totalitären und Autokraten in vielen Ländern Europas und anderen Teilen der Welt erleben, trägt die Aufarbeitung der damaligen Ereignisse mit dazu bei, das Bewusstsein für die Konsequenzen und Gefahren solcher Entwicklungen wach zu halten und uns zur aktiven Verteidigung unserer demokratischen und pluralistischen Werte einer offenen Gesellschaft zu motivieren.“

Bislang jedoch war diese für die Geschichte des 20. Jahrhunderts so wichtige Epoche in unserer Stadtgeschichte aus vielfältigen Gründen noch nicht in dem Maße aufgearbeitet, wie es zu wünschen gewesen wäre.

Die Gründe hierfür liegen zum einen in Berührungsängsten potentieller Autoren, gerade, wenn sie vor Ort familiäre oder auch soziale Wurzeln hatten. Zudem erhalten bei einer solchen Veröffentlichung noch vor Ort lebende Kinder und Enkel der genannten Personen oft erstmals Kenntnis über die von ihren Vätern und Großvätern innegehabten Ämter und Funktionen und darüber hinaus, in Einzelfällen, auch über begangene Verfehlungen. Diese Informationen müssen dann oft erst einmal akzeptiert und verarbeitet werden.

Darüber hinaus standen solchen Aufarbeitungen in früheren Jahrzehnten vielfach Schutzfristen entgegen, die den Zugang und vor allem die Veröffentlichung von personenbezogenen Daten aus dieser Zeit verhinderten bzw. stark einschränkten. Diese Schutzfristen, die zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten geschaffen wurden – sie enden spätestens 30 Jahre nach dem Tod – sind bei allen in dieser Arbeit besonders behandelten Personen abgelaufen. Die strenge Sachlichkeit, mit der der hier vorliegende Band erstellt wurde, unterstreicht, dass Autor und Herausgeber sich der besonderen Verantwortung beim Umgang mit dieser sensiblen Thematik bewusst sind.

Der Autor Mike Bargel wurde 1978 geboren und wuchs in Niederpleis auf. Nach einer Ausbildung zum Verwaltungswirt und Dienst als Zeitsoldat der Bundeswehr studierte er Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Bonn und schloss mit dem Bachelor und später Master of Arts ab. Seit seiner Jugend beschäftigt sich Mike Bargel intensiv mit der Geschichte der Region.

Für die Erstellung des Bandes forschte der Autor seit Juni 2016 nicht nur akribisch im Stadtarchiv Sankt Augustin, sondern auch in weiteren Archiven und Bibliotheken. Trotz zahlreicher zutage geförderter historischer Unterlagen, bestätigte sich jedoch, dass die Quellen aus dieser Zeit auch für den Bereich Sankt Augustin sehr lückenhaft sind.

So entschied sich Mike Bargel, den Fokus bewusst auf einzelne wichtige Facetten dieser Epoche zu richten: 1. Die Anfänge und Struktur der hiesigen NSDAP, 2. die Funktionsträger der NSDAP sowie 3. die damals amtierenden Gemeindeorgane. Zum besseren Verständnis, wie zu jener Zeit die Gemeindeorgane (also Bürgermeister, Beigeordnete, Amtsälteste und Gemeinderäte) in ihre Ämter berufen wurden, hat er 4. zusätzlich die damals neugeschaffenen Rahmenbedingungen des Kommunalrechts detailliert erläutert.

Den Beiträgen zur Stadtgeschichte wird damit ein Band hinzugefügt, der nicht zum Schmökern einlädt, sondern als präzises Nachschlagewerk dienen kann.

Bürgermeister Klaus Schumacher rief zudem dazu auf, dem Stadtarchiv weitere Briefe, Unterlagen, Fotos usw. aus dieser Zeit aus Familienbesitz, von Firmen oder Vereinen zur Verfügung stellen, damit sie dort gesichert werden und künftige Forschungen ermöglichen.

Der 148 Seiten umfassende Band ist mit 42 Abbildungen illustriert und erscheint im Rheinlandia-Verlag, Siegburg. Er ist im Stadtarchiv Sankt Augustin im Rathaus sowie im Buchhandel für 6 Euro erhältlich. Herausgeber ist die Stadt Sankt Augustin – Stadtarchiv. Die Redaktion hatte Stadtarchivar Michael Korn.

Weitere Informationen zu diesem Band der Reihe Sankt Augustin – Beiträge zur Stadtgeschichte und zum Stadtarchiv gibt es bei Stadtarchivar Michael Korn, Tel. 02241/243-508, E-Mail: michael.korn@sankt-augustin.de und online hier.

 

24. Januar 2018