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Aktuelles

Bürgermeister Klaus Schumacher zu Gast bei der Intersurgical GmbH in Sankt Augustin

Regelmäßig ist Sankt Augustins Bürgermeister Klaus Schumacher in Begleitung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Sankt Augustin mbH (WFG) zu Besuch bei ortsansässigen Unternehmen. Vor kurzem war er bei der Intersurgical GmbH zu Gast.

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Stabsstelle Wohnen und AsylbLG geschlossen

Am Mittwoch, 3. Juli 2019 bleibt die Stabsstelle Wohnen und AsylbLG der Stadt Sankt Augustin wegen einer ganztägigen Fortbildungsveranstaltung der Beschäftigten geschlossen.

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Sommerleseclub in der Stadtbücherei

In den Sommerferien schon was vor? Auch 2019 findet wieder der Sommerleseclub in der Stadtbücherei Sankt Augustin statt. Start der Ausleihe ist am 8. Juli. Dieses Jahr gibt es einige Änderungen. Erstmalig können Leser jeden Alters, Kinder und Erwachsene, als Team oder auch einzeln am Sommerleseclub teilnehmen. Anmeldungen sind ab dem 1. Juli möglich.

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Sprechstunden der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten fallen aus

Am 10. und 31. Juli und am 7. August 2019 finden keine Sprechstunden der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Stadt Sankt Augustin statt.

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Aktivbörse sucht ehrenamtliche Unterstützung für das Büro des Bundes für Natur- und Umweltschutz Deutschland (BUND) e. V.

Die Aktivbörse der Stadt Sankt Augustin sucht eine Person, die ehrenamtlich im Büro der Ortsgruppe Sankt Augustin des Bundes für Natur- und Umweltschutz Deutschland (BUND) e.V. mitarbeiten möchte

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Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau schulen Kräfte des Technischen Hilfswerks

Das Technische Hilfswerk (THW) Siegburg schult regelmäßig seine ehrenamtlichen Kräfte. Im dreistündigen Ausbildungsblock Tief- und Kanalbau konnten jetzt zwei Mitarbeiter der Stadt Sankt Augustin den Teilnehmenden viel Wissenswertes praxisnah vermitteln. Diese Grundlagenkenntnisse sind nach Meinung der Beteiligten bei zukünftigen Einsätzen rund um Starkregen und vollgelaufene Keller sehr hilfreich.

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Das Grüne C - Wo stehen wir heute?

Ein Gemeinschaftsprojekt auf der Zielgeraden

Das Gemeinschaftsprojekt Grünes C wurde 2004 ins Leben gerufen. Viele Teilprojekte wurden mittlerweile umgesetzt. Das letzte Teilprojekt in Sankt Augustin, die Grüne Mitte, geht nun in die Realisierung. Der projektverantwortliche Erste Beigeordnete Rainer Gleß zog jetzt eine positive Bilanz.

Erster Beigeordneter Rainer Gleß und Landschaftsarchitekt Thomas Pätzold

Erster Beigeordneter Rainer Gleß (links) und Landschaftsarchitekt Thomas Pätzold ziehen positive Bilanz.

Das Grüne C ist ein freiraumplanerisches Gemeinschaftsprojekt der Städte und Gemeinden Alfter, Bonn, Bornheim, Niederkassel, Troisdorf und Sankt Augustin. Es verbindet in Form eines „C“ viele äußerst heterogene, zum Teil sehr wertvolle Naturräume und Kulturlandschaften miteinander. Dabei stellt es Erholung, Natur- und Landschaftsschutz sowie den respektvollen Umgang mit Kulturlandschaft und kulturellem Erbe in einen ausgewogenen Zusammenhang. Die Stärken und Besonderheiten der einzelnen Teilräume werden bewahrt und betont. Zudem werden Verbindungen zu anderen Kulturlandschaften rund um das Grüne C geschaffen oder gesichert.

Entstanden ist das Projekt im Rahmen der Regionale 2010. Bereits 2002 hat die Region Köln/Bonn e.V. aufgerufen Projektvorschläge unter dem Arbeitstitel „BRÜCKENSCHLÄGE“ einzureichen. Nach der gemeinsamen Rahmenplanung und Projektbewerbung der Partnerkommunen wurde 2006 nach einem Planungswettbewerb Grünes C der Entwurf des Planungsbüros 3+ Freiraumplaner (Aachen) ausgewählt. 2007 erfolgte die Anerkennung als förderfähiges Projekt. Ende 2009 lag schließlich der Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Köln vor. Damit werden 80 % der Kosten durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäischen Union gefördert. Seit 2010 werden in den Partnerkommunen die Einzelprojekte umgesetzt.

Sankt Augustin hat viel zu bieten: Eine gute Infrastruktur, viele Arbeitsplätze und ein großes kulturelles Angebot. In unmittelbarer Nachbarschaft finden sich Naherholungsgebiete wie das Siebengebirge oder das Bergische Land und die Eifel. Aber in Sankt Augustin gab es wenig zusammenhängende Landschaften, in denen man die Erholung direkt vor der Tür genießen konnte. Die vorhandenen werden, wie zum Beispiel in den Siegauen, stark belastet. Durch die intensive Besiedlung drang die Bebauung immer weiter in die Landschaft vor. Die für die gute verkehrliche Anbindung notwendigen Fernstraßen wie die A 3 oder A 560 zerschneiden die Landschaftsräume.

Im Rahmen des Projektes Grünes C wurden und werden deshalb Freiräume gesichert, ausgebaut und miteinander verbunden. Denn sie sind unverzichtbar als Existenzgrundlage für die Landwirtschaft, Lebensraum für Pflanzen und Tiere und wichtige Grundlage für die Lebensqualität der hier lebenden und arbeitenden Menschen. Und da die Bedeutung dieser Freiräume nicht an Stadt- oder Gemeindegrenzen aufhört, entwickelten die benachbarten Projektkommunen das Grüne C gemeinsam.

Link und Station Hangelarer Heide

Link und Station Hangelarer Heide

Die Unterschiedlichkeit der Freiräume erfordert ein verbindendes Glied, welches die Freiräume miteinander verbindet. Dieses verbindende Glied im Grünen C ist der „Link“. Als Weg in unterschiedlicher Ausprägung lädt er zum Spazieren, Radfahren oder Inlineskaten ein. Er verläuft überwiegend auf bereits vorhandenen Wegen, die teilweise ausgebaut oder erneuert werden. An mehreren Stellen sind jedoch auch Lückenschlüsse im Wegesystem der Region erforderlich, um die Freiräume des Projektgebiets über den Rhein und über die Fernverkehrsstraßen hinweg zu verbinden.

Ausgehend vom „Brückenschlag“ über den Rhein an der Mondorfer Fähre verbindet der „Link“ den Naturpark Rheinland im Westen mit dem Naturpark Siebengebirge im Südosten des Planungsgebietes und knüpft an das Naturschutzgebiet Siegaue an. In Sankt Augustin umfasst das Grüne C im Wesentlichen die Landschaftsräume Hangelarer Heide, Birlinghovener Wald und Pleisbachtal sowie die Grünkorridore, welche diese Landschaftsräume miteinander verbinden.

Auch wenn der Projektraum des Grünen C klar abgegrenzt ist, ist das Grüne C kein Inselprojekt! Darum wurde der Link auch nicht in geschlossenen Rundwegen angelegt. Die offenen „Enden“ des Link an den Grenzen des Projektraums sind Einladung, daran anzuknüpfen und den Freiraumkorridor weiter zu entwickeln. Andere Regionale-Projekte wie „Regio Grün“ und „Natur und Kultur quer zur Sieg“ tun dies bereits.

Elemente des Grünen C

Brücke über den Pleisbach

Der Link erstreckt sich ausgehend von der Mondorfer Fähre wurzelartig in die Region. Auf Sankt Augustiner Gebiet mussten an verschiedenen Stellen Lücken in der Wegeverbindung geschlossen werden. So wurde in Meindorf in der Nähe des Wasserwerkes, in Ort entlang des Siedlungsrandes Richtung Hangelar und in Mülldorf vom Zentrum West zur Mendener Straße Teilstücke des Links neu gebaut. In Niederpleis erfolgte durch den Bau der Brücke über den Pleisbach die Anbindung an die Niederpleiser Mühle, einem wichtigen Kulturdenkmal. Die Anbindung wird bereits nach kurzer Zeit stark genutzt. An weiteren Stellen wurden unbefestigte Wege ausgebaut.

Wegweiser mit Richtungspfeil

Wegweiser mit Richtungspfeilen zeigen bald überall den Weg.

Um als wiedererkennbares Bindeglied wahrgenommen zu werden, erfolgte die einheitliche Ausstattung mit Bänken, Wegweisern, Kilometrierung und, wo immer möglich, durch die Bepflanzung. Aber auch Informationen zu Landschaften, Siedlungen und Sehenswürdigkeiten finden sich entlang des Links auf Sonderhinweistafeln und an den drei Stationen Hangelarer Heide, Pleistal und Birlinghovener Wald. Bis auf die 2014 folgende Erneuerung des Wegebelags im Pleistal ist der Link fertiggestellt.

Siedlungsränder sind ein wesentliches Element zur Sicherung der Landschaftsräume. Sie verbessern das Landschaftsbild, schaffen Spazierwege zur Naherholung, dienen als Puffer zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. So gestärkte Siedlungsränder schützen damit die Freiräume wie eine Nussschale den Kern. Der bedeutsamste Siedlungsrand entsteht in der Grünen Mitte, dem Gebiet zwischen Zentrum West und südlichem Menden. Nachdem mit allen Grundstücksbesitzern Einvernehmen erzielt wurde, geht der letzte Projektteil jetzt in die Umsetzung.

Tor Zentrum

Die Landschaftsräume des Grünen C haben Tore erhalten ähnlich wie eine mittelalterliche Stadt. Sie markieren und betonen wichtige und häufig genutzte Zugänge aus der Siedlung in die freie Landschaft. Auch hier gibt es Informationen zu den Landschafts- und Siedlungsräumen.
 

Fertiggestellte Einzelprojekte in Sankt Augustin

Generationenparcours

Der Generationenparcours

Die Stadt Sankt Augustin folgte 2010 der wachsenden Nachfrage nach Möglichkeiten der Sport- und Freizeitnutzung für Senioren durch den Bau eines „Generationen- Parcours“ zwischen Sportzentrum Sankt Augustin und Rhein-Sieg-Gymnasium. Hier können neben Menschen aller Altersklassen auch Personengruppen unterschiedlicher körperlicher Konstitution an verschiedenen Geräten Koordination, Kraft und Ausdauer trainieren. Von der Anlage profitieren nicht nur Senioren aus den naheliegenden Wohn- und Betreuungseinrichtungen, sondern auch die Sportvereine des benachbarten Sportzentrums Sankt Augustin, der Schulsport des nahe liegenden Rhein-Sieg-Gymnasiums, die Studentenschaft der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, die Handicap-Gruppen der benachbarten Frida-Kahlo-Schule und der Heinrich-Hanselmann-Schule sowie alle interessierten Individualsportler.

Gärten der Nationen

Die Gärten der Nationen

Schon 2006 entstand die Idee in der Engstelle zwischen den Stadtteilen Mülldorf und Menden statt der ursprünglich ausgewiesenen Kleingartenanlage eine „internationale Gartenanlage“ zu schaffen. Bei der weiteren Planung der Gärten der Nationen wurde viel Wert auf das Miteinander gelegt. Menschen verschiedener Nationen sollen sich hier begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, ihr Wissen austauschen und gemeinsame Vorhaben umsetzen. Einfriedungen der einzelnen Parzellen sind daher nicht vorgesehen. Ebenso gibt es dort keine Gartenhäuser oder Geräteschuppen. Den Prinzipien von „Interkulturalität“, „Kommunikation und Austausch“, „inhaltlicher und räumlicher Offenheit“ und „individueller und gemeinschaftlicher Nutzung von Flächen“ folgend wurde ca. ein Drittel der Gesamtfläche von knapp 36.000 qm als öffentliche Fläche eingeplant. Hierauf sind Wege, Quartiersplatz, Kinderspielplatz, Streetballfeld und eine Sport-, Spiel- und Festwiese entstanden. Diese Bereiche können auch von Nicht-Vereinsmitgliedern genutzt werden. Über den Link ist das Gelände zu Fuß oder mit Fahrrad gut zu erreichen.

Die Gärten der Nationen werden vom Verein Gärten der Nationen e.V., der am 03.02.2012 gegründet wurde, getragen. Ziel des Vereins ist die soziale und berufliche Integration aller Kulturen durch aktive Partizipation, Eigeninitiative, Wissensaustausch, Kulturaktionen und die Organisation der Gärten. Insgesamt sind ca. 70 Gartenparzellen entstanden. Mittlerweile sind nur noch vier Parzellen frei. Das Vereinsheim soll vor Weihnachten fertig gestellt sein.

Kosten

Die Gesamtkosten für das Projekt Grünes C belaufen sich für Sankt Augustin auf 7,68 Millionen Euro. 80 Prozent hiervon werden durch Land, Bund und EU gefördert. Rainer Gleß betont „ Rund 1,5 Millionen Euro hat die Stadt Sankt Augustin für das Projekt Grünes C aufgewendet. Wenn ich mir heute die Ergebnisse betrachte, ist dies sinnvoll und zukunftsträchtig eingesetztes Geld. Der Erhalt unserer Landschaft und der Freiräume unmittelbar vor unserer Haustür ist für die Lebensqualität der jetzigen aber vor allem der zukünftigen Generationen immens wichtig. Nicht zuletzt waren die Schaffung und der Erhalt von Naherholungsräumen Zielsetzungen sowohl im Stadtentwicklungs- als auch im Stadtmarketingkonzept.“

Weitere Informationen unter www.sankt-augustin.de unter dem Stichwort Grünes C oder zum Gesamtprojekt unter www.gruenes-c.de.

Das Grüne C

Im Rahmen der Regionale 2010 ist das Projekt Grünes C entstanden, bei dem die Städte und Gemeinden Alfter, Bonn, Bornheim, Niederkassel, Sankt Augustin, Troisdorf und der Rhein-Sieg-Kreis zusammen arbeiten.

Im Gebiet des Grünen C – der Name bezieht sich auf die Form des Areals zwischen Ville, Rhein, Siegtal und Siebengebirge – sollen Naturschutz, Landwirtschaft und Naherholungsgebiete gesichert und gefördert werden. Der Freiraum setzt sich aus großen Acker-, Obst- und Gartenbauflächen, alten Kulturlandschaften, Naturschutzgebieten, Flüssen und Ufern, Kiesgruben, Wirtschaftswegen, Straßen und Leitungstrassen zusammen. Auf einer Fläche von ca. 37 km² spannt sich das Gebiet des Grünen C von Norden nach Süden über 9 km und von Westen nach Osten über 17,5 km.

Die einzelnen Kommunen haben verschiedene Projekte – wie z. B. den Generationen-Parcours, die Gärten der Nationen oder den Fischlehrpfad – ins Leben gerufen, um Landschaften und Menschen miteinander zu verbinden. Der Naturschutz, der Erhalt der Landwirtschaft, die Entwicklung der Naherholungsgebiete und die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stehen dabei im Mittelpunkt.

Als zukunftsweisendes und in Deutschland einzigartiges Modell wird das Grüne C durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, durch das Land Nordrhein-Westfalen und von der Europäischen Union gefördert.

Grünes C Fördergeber Logos

 

26. November 2013