Feuerwehr der Stadt Sankt Augustin

... IM KRISEN- UND KATASTROPHENFALL

Bevölkerungsschutz

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Starkregen- und Hochwasserschutz

Mit dem Thema Überschwemmungen bringt ein Großteil der Sankt Augustiner Bürger*innen meist die Sieg mit den weitläufigen Auenlandschaften in Verbindung.

Ursache ist jedoch selten das klassische „Hochwasser“, sondern Starkregenereignisse wie z. B. im Juli 2021.

 

In kürzester Zeit fällt derart viel Niederschlag, dass die diversen Teiche und Seen, sowie kleinere Fließgewässer im Stadtgebiet, wie der Pleisbach oder der Lauterbach, die Wassermassen nicht aufnehmen können. In der Folge steigen die Pegel und schlimmstenfalls drohen Uferübertretungen. Gerade diese Gewässer befinden sich jedoch oft in unmittelbarer Nähe zu Wohn- und Gewerbegrundstücken. Folglich existieren keine Ausdehnungsflächen und bei Überschwemmungen drohen Schäden/Gefahren für Personen, Tiere und Sachwerte.

überflutete Anliegerstraße
Traxter
Traxter-Fahrzeug

Der Stadtverwaltung sind solche Szenarien bewusst und so werden die vorhandenen Hochwasserkarten und die zugehörigen Alarmpläne laufend aktualisiert, auf den neuesten Stand gebracht und die Ausrüstung verbessert.

 

Auf technischer Seite hält die Feuerwehr zwei Systeme zu Hochwasser- und Starkregenrückhaltung vor:
Das System Lenoir der Firma Beaver ist ein hochmobiles Schlauchsystem zur kontrollierten Rückhaltung von größeren Wassermengen. Die einfache Handhabung erlaubt eine schnelle Installation mit wenig Personal.
Das System NOAQ der Firma Flood Protection AB besteht aus einzelnen Festelementen, welche – wie in einem Baukastensystem – zu einer festen Wand verbunden werden können. So lassen sich beispielsweise einzelne Gebäude schützen oder Wasserströme, in einem gewissen Rahmen, gezielt umleiten.
Beide Systeme sind auf einem leichten, aber hochgeländegängigen Traxter-Fahrzeug verladen, welches extra hierfür beschafft wurde. Aufgrund der kompakten Abmessungen, erreicht das Fahrzeug auch abgelegene oder verwinkelte Bereiche im Stadtgebiet.

 

Der städtische Bauhof verfügt über eine Sandsackfüllmaschine und über mindestens 5.000 Sandsäcke, welche im Schadensfall zeitnah befüllt und schnell zum Einsatzort transportiert werden können.

Aufgrund der Größe des Stadtgebiets erschließt es sich nahezu von selbst, dass die Feuerwehr und die Katastrophenschutzbehörden im Großschadensfall nicht alle Gebäude schützen können.

 

Im Vordergrund stehen hier Einrichtungen der kritischen Infrastruktur wie Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen, sowie Alten- und Pflegeheime.

Hier finden Sie Informationen des Fachbereichs Tiefbau zu Starkregen und Hochwasser und wie Sie Ihr Haus oder Grundstück dagegen sichern können.