Das neue Sprecherteam des KiJuPa v.l.n.r.: David Tanasa, Noah Herzog und Samuel Heppe mit Bürgermeister Max Leitterstorf

68. Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments – Neue Impulse – Wichtige Beschlüsse und frisches Engagement

Die Abgeordneten des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) trafen sich am 6. November 2025 im Ratssaal der Stadt Sankt Augustin zur 68. Sitzung. Es wurden wegweisende Entscheidungen getroffen, die die Beteiligung und Gleichberechtigung junger Menschen weiter stärken sollen. Mit der Wahl eines neuen Sprecherteams und der spannenden Diskussion über die Anhebung der Altersgrenze für Abgeordnete zeigt das KiJuPa erneut, wie engagiert es für die Interessen der Jugend eintritt.

Ein zentrales Thema der Sitzung war die mögliche Anhebung der Altersgrenze für die Mitwirkung im KiJuPa. Derzeit ist das KiJuPa das Mitbestimmungsgremium für die Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Bereits in der Kinderratssitzung im Oktober diskutierten die Abgeordneten über die Beteiligung von Jugendlichen zwischen 14 und 16 Jahren. Um die Bedeutung dieser Anhebung der Altersgrenze zu unterstreichen, richtete Bürgermeister Max Leitterstorf das Wort an die Abgeordneten und erklärte: „Die Anhebung der Altersgrenze ist eine sehr wichtige Initiative. Auch die Stadtverwaltung hat sich bereits mit diesem Thema auseinandergesetzt und unterstützt es ausdrücklich. Während man mit 16 Jahren bei der Kommunalwahl wählen darf, war es zwischen dem 14. und 16. Geburtstag bisher nicht möglich, sich im Kinder- und Jugendparlament einzubringen. Daher ist es richtig, die Altersgrenze auf 16 Jahre anzuheben“.
Die Abgeordneten stimmten mit großer Mehrheit für eine Anhebung der Altersgrenze bis zur Vollendung des 16 Lebensjahres und setzten somit ein klares Zeichen dafür, dass die Stimmen der Jugend in Sankt Augustin noch stärker gehört werden sollen.

Bei der Wahl zum neuen Kindersprecher wählten die Abgeordneten in geheimer Abstimmung David Tanasa von der GHS Niederpleis mit großer Mehrheit zum Kindersprecher. Gemeinsam mit dem ersten stellvertretenden Kindersprecher Noah Herzog vom Rhein-Sieg-Gymnasium und dem zweiten stellvertretenden Kindersprecher Samuel Heppe von der Fritz-Bauer-Gesamtschule bilden sie nun das Sprecherteam.
Der bisherige Kindersprecher Adam Künzel trat aus persönlichen Gründen nicht erneut zur Wahl an. Bürgermeister Max Leitterstorf würdigte sein Engagement mit einer Urkunde und einem Gutschein. Die Abgeordneten verabschiedeten ihn mit großem Applaus.

In der Fragestunde konnten die jungen Abgeordneten ihre Anliegen direkt einbringen. Von Spielplätzen über Schulhöfe bis hin zu Verkehrsfragen – die 46 eingereichten Fragen zeigten, wie wichtig den Kindern und Jugendlichen ihre Umgebung ist.

Das neue Sprecherteam des KiJuPa v.l.n.r.: David Tanasa, Noah Herzog und Samuel Heppe mit Bürgermeister Max Leitterstorf
Das neue Sprecherteam des KiJuPa v.l.n.r.: David Tanasa, Noah Herzog und Samuel Heppe mit Bürgermeister Max Leitterstorf

Ein weiteres wichtiges Thema war die Präsentation von Plakaten zum Thema „Gleichberechtigt miteinander“. Die Abgeordneten beeindruckten mit kreativen Ideen, wie Inklusion und Gleichberechtigung im Alltag gelebt werden können. Von barrierefreien Spielplätzen bis hin zu respektvollem Umgang mit Sprache – die Vorschläge waren vielfältig und inspirierend. Mit einem Beschluss sind nun alle Schülerinnen und Schüler aus Sankt Augustin aufgerufen aktiv für Gleichberechtigung und Inklusion einzutreten und sich weiterhin für ein respektvolles Miteinander an der Schule zu engagieren. Projekte und Aktionen zum Thema Inklusion und Gleichberechtigung können dabei unterstützen, sich aktiv für Gleichberechtigung einzusetzen.

Die 68. Sitzung des KiJuPa zeigte, dass die Abgeordneten bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und ihre Stadt aktiv mitzugestalten. Mit frischen Ideen und einem klaren Bekenntnis zu Inklusion und Mitbestimmung setzt das KiJuPa ein starkes Signal für die Zukunft. Das KiJuPa bleibt ein kraftvolles Sprachrohr für die jungen Menschen der Stadt und wird auch weiterhin dafür sorgen, dass ihre Anliegen Gehör finden und umgesetzt werden.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendparlament gibt es im Fachdienst Jugendarbeit bei Christina Jung, Tel. 02241 243-590, per E-Mail unter christina.jung@sankt-augustin.de oder auf www.sankt-augustin.de/mitmachen .