Für manch einen ein gewagtes Projekt zwischen Beton und Landschaft!
Erlebt wird der Bereich im ab 1977 entstandenen Zentrum mit Rathaus, Einkaufsmöglichkeiten und zahlreichen Institutionen.
Den Betrachter erwarten unterschiedlichste Kunstwerke aus den Jahren 1979 bis 1993. Einmal ein anderer, sicherlich außergewöhnlicher Blick auf das Zentrum von Sankt Augustin.
Kunst auf Gras und Asphalt
Nicht an die große Kunstschau wurde beim Kreieren des Skulpturenweges gedacht. Es ging vielmehr darum, Kunst im öffentlichen Raum so miteinander zu vernetzen, dass Ansätze für ein Gesamtkunstwerk spürbar werden, sich die Zusammenhänge zwischen öffentlichem Straßenraum, Freizeit- und Erholungswegen, etablierter Kunst sowie der Landschaft und Arbeitswelt auftun und ein harmonischer Gleichklang zwischen historischen und modernen Gebäuden wie denen der Steyler Mission und anderen profanen Bauten im Zentrum der Stadt zu erfahren ist.
Sankt Augustin hat es im Bemühen um den Aufbau eines Integrationskräfte aussendenden Zentrums nicht zu einem außergewöhnlichen Attraktivum - das Museum "Haus Völker und Kulturen" sei in seiner singulären Stellung einmal ausgenommen - in der Kunstszene gebracht. Und dennoch: auf engem Raum gibt es für den Sehenden und Wertenden einiges zu erfahren, das mit dem hier vorgestellten Skulpturenweg einer breiten Öffentlichkeit erschlossen werden soll.
Er wurde als Rundgang konzipiert, auf den man an jeder Stelle zustoßen, den man an jeder Passage wieder verlassen kann. Individuellen Schlenkern oder aus spezifischen Notwendigkeiten heraus gebotenen Abkürzungen sind kaum Grenzen gesetzt.
Einige Stationen
![]() | Der hl. "Augustinus", der 354 in Tagaste/Nordafrika geborene, in seiner Jugend sehr leichtsinnig lebende, spätere Kirchenlehrer, Bischof und viele Jahre danach auch der Namensgeber der Stadt Sankt Augustin! Er sprengt nach über 1.000 Jahren als "Wiedergekommener, Wiedererwachter" die Materie - den Felsen. Gleichsam staunend und weisend lässt Ysra von Leistner ihn in die heutige Zeit blicken. |
![]() | Vom Erfinder des sogenannten Kopffüßler stammt das stählerne Skulpturen-Ensemble "4 Figuren" - sowie die Figur überhaupt als zentrales Thema in Horst Antes Werk gilt - blicken voneinander abgewandt in alle vier Himmelsrichtungen. |
![]() | Der Mensch - hier die "Geschwister" - in der Skulptur: Eva de Maizière: "Alle Lebensbereiche einzufangen, festzuhalten, in Kunst umzusetzen, habe ich mir zur Aufgabe gestellt." Die beiden Geschwister vor dem Eingangsbereich der Kinderklinik wirken einerseits noch recht unbeschwert, andererseits jedoch dennoch nachdenklich. |
![]() | Ein tiefsinniges Stadtzeichen: die "Stadtstele" von Johannes Reinarz. Nach der Umgestaltung der Marktplatte steht die Skulptur am Beginn eines künstlichen Wasserlaufes: die acht Würfel, die einzelnen Stadtteile - aber auch die Einheit Sankt Augustin - als Quelle allen städtischen Lebens. |
Nähere Informationen und Führungen:
Kulturamt der Stadt Sankt Augustin, Markt 1, 53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241/243-227, Fax: 02241/243-77227
E-Mail: kulturamt@sankt-augustin.de