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Unterkünfte in Sankt Augustin

In einer Übersicht finden Sie alle Flüchtlingsunterkünfte im Stadtgebiet, vorhandene Plätze, Belegungskapazitäten und die aktuelle Belegungszahl. Aus Sicherheitsgründen werden keine Anschriften veröffentlicht.

Aktuelles

Erster Gemeindedirektor Ulrich Syttkus verstorben

Am 29. Oktober 2017 verstarb im Alter von 89 Jahren Ulrich Syttkus, der erste Gemeindedirektor der Gemeinde Sankt Augustin. Er war vom 1. April 1965 bis 31. März 1977 zunächst für das Amt Menden als Amtsdirektor, später dann als Gemeindedirektor für die damalige Gemeinde Sankt Augustin tätig. In seinen zwölf Jahren Amtszeit hat er die Entwicklung Sankt Augustins zur Stadt maßgeblich vorangetrieben.

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Bauarbeiten für Parkanlage im Zentrum starten im Oktober

Ab Montag, 16. Oktober 2017, wird der alte Parkplatz zwischen huma Shoppingwelt und Südstraße gesperrt. Hier baut der Investor, die Jost Hurler Gruppe, eine Parkanlage, in der die Besucher und Anwohner des Zentrums Ruhe und Erholung aber auch Gelegenheit zu sportlicher Betätigung finden können. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2018 geplant.

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Unterbringung von Flüchtlingen

Warum und wie bringt die Stadt Sankt Augustin Flüchtlinge unter? Welche Standorte gibt es bereits und wo sind weitere Standorte geplant. Auf diese und weitere Fragen finden Sie hier Antworten.

Warum muss die Stadt Sankt Augustin Flüchtlinge unterbringen?

Das Flüchtlingsaufnahmegesetz regelt die Aufnahme von Flüchtlingen. Danach muss Sankt Augustin etwa 0,29 Prozent der Flüchtlinge aufnehmen, die auf Nordrhein-Westfalen entfallen. Das sind Stand Ende September 2016 820 Menschen. Hinzu kommen Asylbewerber, deren Antrag abgelehnt wurde, die aber aus unterschiedlichen Gründen Deutschland noch nicht verlassen mussten. Auch anerkannte Asylbewerber, die auf dem freien Wohnungsmarkt noch keine Wohnung finden konnten und Obdachlose wohnen in den Gemeinschaftsunterkünften. Insgesamt lebten Ende September 2015 726 Menschen in Unterkünften der Stadt Sankt Augustin. Weitere Unterbringungsplätze gibt es in einer Zentralen Unterbringungseinrichtung und einer Notunterkunft des Landes. In diesen beiden Einrichtungen finden weitere 730 Menschen Platz.

Wie bringt Sankt Augustin Flüchtlinge unter?

Flüchtlinge werden in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften, die dezentral in Sankt Augustin verteilt sind, untergebracht. Das waren bislang Wohnungen, Wohnhäuser oder Containerwohneinheiten. In der Regel leben hier nicht mehr als 80 Menschen an einem Ort. Aufgrund der nicht erwarteten großen Anzahl neu in Sankt Augustin ankommender Menschen, mussten 2015 drei Sporthallen zu Gemeinschaftsunterkünften umfunktioniert werden. Gleichzeitig wurde mit dem Bau weiterer Gemeinschaftsunterkünfte begonnen.

Da auch in den nächsten Jahren neu ankommende Flüchtlinge untergebracht werden müssen, sind weitere Standorte für Gemeinschaftsunterkünfte geplant oder vorhandene Standorte müssen erweitert werden. Dabei sollen an den Standorten nicht mehr als 150 Menschen unterbracht werden.

Einen Überblick über die vorhandenen und derzeit geplanten Standorte finden Sie in der Übersicht über die kommunalen Gemeinschaftsunterkünfte der Stadt Sankt Augustin. Ende September 2016 werden noch zwei Sporthallen als Unterkünfte genutzt.

In der Regel werden die Anwohner einer geplanten Unterkunft im Rahmen einer Anwohnerinformationsveranstaltung oder anderer geeigneter Mittel vor Baubeginn über die Planung und den Betrieb informiert.

Nach welchen Kriterien werden neue Standorte ausgewählt?

Aufgrund des engen Zeitfensters für Planung und Bau neuer Unterkünfte, war in erster Linie die schnelle Verfügbarkeit der Grundstücke wichtig. Benötigt wurden Grundstücke von zusammenhängend etwa 10.000 Quadratmetern Größe. Diese Grundstücke sind häufig nur im Außenbereich vorhanden und in der Regel nicht in städtischem Eigentum. Die Grundstücke müssen bebaubar sein und sollten möglichst bereits Anschluss an die vorhandene Infrastruktur (Gas, Strom, Wasser) haben. Es wurden Grundstücke mit möglichst nur einem Eigentümer gewählt, damit die Pachtverträge zügig ausgehandelt werden konnten.

Es gab auch einige andere Flächen im Innenbereich, die aber aus Gründen anderweitiger Planungen nicht ausgewählt wurden: Zentrumserweiterung, Bau von Sozialwohnungen, notwendige Gewerbeflächenentwicklung.

Wann soll Baubeginn der Unterkünfte in Menden, Birlinghoven und Buisdorf sein?

Die Baumaßnahmen in Menden und Birlinghoven wurden im Sommer 2016 begonnen. Der Bezug ist für Anfang 2017 geplant. Der Bau der Unterkunft in Buisdorf wurde aufgrund der rückläufigen Flüchtlingsströme in 2016 zurückgestellt. Das Grundstück dient als Reservefläche.

Wo finde ich konkrete Informationen zu den Neubaumaßnahmen?

Sobald der Auftrag für den Bau einer neuen Flüchtlingsunterkunft erteilt ist und der Bauzeitenplan erstellt wurde, gibt es im Internet aktuelle Informationen hierzu.

Warum wird das städtische Grundstück am Butterberg nicht genutzt?

Hierbei handelt es sich um Erweiterungsflächen zur Nutzung für wissens- und hochschulaffine Unternehmen. Diese Flächen vorzuhalten ist wesentlich für die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt Sankt Augustin in der Zukunft. Es war eine politische Entscheidung, diese Flächen zunächst aus der kurzfristigen Planung heraus zu nehmen.

Warum können nicht mehr und dafür kleinere Unterkünfte gebaut werden?

Zum einen wären um ein vielfaches mehr Grundstücke erforderlich gewesen, die die genannten Voraussetzungen erfüllen. Sowohl die Planung als auch der Bau der Unterkünfte hätten sich weiter verzögert und eventuell die Belegung weiterer Sporthallen erforderlich gemacht. Auch der Betrieb der Unterkünfte wäre dann mit dem vorhandenen Personal nicht mehr möglich.

Warum können Flüchtlingsunterkünfte auf landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden?

Die geplanten Flüchtlingsunterkünfte im planungsrechtlichen Außenbereich werden voraussichtlich nach § 246 Absatz 9 Baugesetzbuch genehmigt. Dies ist aufgrund des Gesetzes über Maßnahmen im Bauplanungsrecht zur Erleichterung der Unterbringung von Flüchtlingen und des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes durch den Gesetzgeber ermöglicht worden. Hier heißt es sinngemäß, " ... Vorhaben, die der Unterbringung von Flüchtlingen oder Asylbegehrenden dienen, sind genehmigungsfähig, wenn das Vorhaben im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit einem bebauten Ortsteil erfolgt ...".Die Aufstellung eines Bebauungsplans ist deshalb nicht erforderlich.

Warum wurde im Bebauungsplanverfahren in Birlinghoven „Hangweg“ die Anzahl der geplanten Plätze erhöht?

Bei der Ankündigung des B-Planverfahrens verfolgte die Stadt Sankt Augustin noch das Ziel, Unterkünfte mit maximal 80 Plätzen zu errichten. Der Druck der steigenden Zuweisungen machte es nötig, auch an diesem Standort eine größere Einrichtung zu erstellen. Im Rahmen der Offenlage des B-Plans wurde dies berücksichtigt. Nicht berücksichtigt wurde, dass dafür Teile des alten Bolzplatzes genutzt werden müssen. Daher wurde das B-Plan-Verfahren neu gestartet. Unabhängig davon kann aber jetzt durch Erleichterungen im Bauplanungsrecht bereits vorher eine Baugenehmigung erteilt werden. Gebaut hier eine Unterkunft mit bis zu 120 Plätzen. Aufgrund der Hinweise der Bevölkerung in einer Bürgerinformationsveranstaltung wurde auf die Bebauung des Bolzplatzes verzichtet.

Wie lange sollen die neu geplanten Unterkünfte genutzt werden?

Die Nutzung der Unterkünfte in Menden und Birlinghoven ist für einen Zeitraum von fünf bis elf Jahren geplant. Die Pachtverträge der Grundstücke wurden entsprechend gestaltet. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt natürlich von der weiteren Entwicklung der Flüchtlingszahlen ab.

Ist in der unmittelbaren Umgebung einer Flüchtlingsunterkunft mit einer Reduzierung der Immobilienpreise zu rechnen?

Das kann nicht pauschal festgestellt werden, da Angebot und Nachfrage den Kaufpreis einer Immobilie beeinflussen. Grundsätzlich besteht aber kein Anspruch auf Unveränderbarkeit des Wohnumfeldes. Eine Erstattung einer eventuellen Wertminderung ist daher nicht möglich. Im Übrigen erfolgt die Nutzung nicht auf Dauer, so dass auf keinen Fall mit einer dauerhaften Wertminderung zu rechnen ist.

Werden die Plätze in den Unterkünften immer komplett belegt?

Nein. In der Regel werden nur 80 Prozent der verfügbaren Plätze belegt. Das Unterbringungskonzept der Stadt sieht vor, Familien alleine in Zimmern unterzubringen. Restplätze können dann eventuell nicht belegt werden. Auch wird versucht, Rücksicht auf besondere Umstände wie Schwangerschaft, schwer traumatisierte Menschen und ähnliches zu nehmen und ihnen Rückzugsmöglichkeiten zu geben. Die Erfahrung zeigt, dass dieses Belegungssystems sich positiv auf das Zusammenleben in der Einrichtung und mit den Nachbarn auswirkt. Bei unerwartet hohen Zuweisungszahlen verfügt die Stadt damit außerdem notfalls über einen Puffer bis weitere Einrichtungen fertiggestellt sind.

Im Moment sinken die Flüchtlingszahlen. Warum baut die Stadt Sankt Augustin weiterhin Unterkünfte?

Auch wenn es seit Anfang des Jahres keine neuen Zuweisungen gab, rechnet die Stadt ab spätestens 2017 wieder mit neuen Flüchtlingen. Die vorhandenen Unterkünfte sind nahezu belegt, so dass dringend weitere Unterkünfte benötigt werden. Ziel ist auch, die Sporthallen so schnell wie möglich wieder frei zu machen, damit Schulen und Sportvereine diese wieder nutzen können. Wie viele Flüchtlinge in den nächsten Jahren kommen, hängt von nationalen und europäischen Entscheidungen ab und der Entwicklung in den Kriegs- und Krisengebieten. Sollten weniger Flüchtlinge kommen, so besteht die Möglichkeit die Belegung der Plätze in den einzelnen Unterkünften weiter zu reduzieren.

Wer trägt die Kosten für die Unterbringung der Flüchtlinge?

Alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Unterbringung der Flüchtlinge entstehen, wie Neubau und Umbau von Unterkünften, Mieten, Einrichtung, Betreuung der Objekte und vor allem der Menschen, Leistungen nach dem AsylbLG trägt die Stadt Sankt Augustin. Bund und Land beteiligen sich mit festgelegten Zuweisungen an den Kosten. Hierbei handelt es sich um Pauschalen. Diese Summe deckt derzeit nicht alle Kosten der Unterbringung ab. Für 2017 ist aber die Anpassung der Abrechnung geplant, so dass dann mit einer Kostendeckung gerechnet wird.

Welche weiteren Flüchtlingsunterkünfte gibt es in Sankt Augustin?

Neben den Kommunalen Unterbringungseinrichtungen gibt es in Sankt Augustin derzeit zwei Landeseinrichtungen. In der ehemaligen Medienzentrale entsteht eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE), in der bis zu 550 Menschen vorübergehend leben. Außerdem betreibt die Stadt für das Land NRW im Rahmen der Amtshilfe eine Notunterkunft in einem ehemaligen Hotel im Stadtzentrum. Hier leben bis zu 180 Menschen vorübergehend. Aus beiden Einrichtungen werden die Flüchtlinge nach vier bis sechs Wochen von der Bezirksregierung Arnsberg auf die Kommunen in NRW verteilt und bleiben nicht länger in Sankt Augustin.

Wie sind die bisherigen Erfahrungen der Stadt in größeren Gemeinschaftsunterkünften? Gibt es häufig Streit?

Bislang gibt es wenig Streitigkeiten oder Reibereien in den Unterkünften. Natürlich gibt es dort, wo so viele Menschen auf engem Raum leben auch einmal Konflikte. Aber häufig gibt es andere Flüchtlinge, die deeskalieren. Auch die Hausmeister oder die Sozialarbeiter greifen ein, um zu schlichten. Größere Auseinandersetzungen hat es bislang nicht gegeben. Dies kann auch die Polizei bestätigen.

Wenn doch einmal ein Streit zu eskalieren droht?

Der beauftragte Sicherheitsdienst ist auf schwierige Situationen vorbereitet. So können sie im Fall der Fälle deeskalierend eingreifen. Sollte eine Auseinandersetzung nicht geschlichtet werden können, wird die Polizei eingreifen, wie sie das üblicherweise auch in vergleichbaren Fällen mit anderen Sankt Augustiner Bürgern tun würde.

Muss man sich wegen der Flüchtlinge Sorgen um die Sicherheit in der Stadt machen?

Nein, dies zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit. Die Einsatzlage und auch die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Flüchtlings- und Asylbewerberunterkünften sind bislang unauffällig. Dies bestätigt auch der Leiter der Polizeiwache Sankt Augustin.

Die Polizeiwache ist in die Flüchtlingsunterbringung eng eingebunden und hat durch die Bezirksbeamten persönlichen Kontakt sowohl zu den Landeseinrichtungen als auch den kommunalen Einrichtungen. Vorfälle wie an Silvester in Köln oder anderen Großstädten hat die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis nicht verzeichnet.

Unterkünfte in Sankt Augustin

In einer Übersicht finden Sie alle Flüchtlingsunterkünfte im Stadtgebiet, vorhandene Plätze, Belegungskapazitäten und die aktuelle Belegungszahl. Aus Sicherheitsgründen werden keine Anschriften veröffentlicht.