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Aktuelles

Erster Gemeindedirektor Ulrich Syttkus verstorben

Am 29. Oktober 2017 verstarb im Alter von 89 Jahren Ulrich Syttkus, der erste Gemeindedirektor der Gemeinde Sankt Augustin. Er war vom 1. April 1965 bis 31. März 1977 zunächst für das Amt Menden als Amtsdirektor, später dann als Gemeindedirektor für die damalige Gemeinde Sankt Augustin tätig. In seinen zwölf Jahren Amtszeit hat er die Entwicklung Sankt Augustins zur Stadt maßgeblich vorangetrieben.

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Stadt Sankt Augustin bereitet sich auf den Winter vor

Der städtische Bauhof ist auf den kommenden Winter vorbereitet. Die Fahrzeuge wurden mit Schneeschilden und Streuaufsätzen ausgerüstet und überprüft, Streusalz wurde geordert und ein besonderer Winterdienstplan für die Mitarbeiter erstellt. Private Grundstückseigentümer sollten sich ebenfalls vorbereiten und ihre Räumpflicht bei Schnee und Glätte planen.

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CLUB lädt zum Adventskaffee ein

Die Begegnungsstätte CLUB der Stadt Sankt Augustin lädt zum Adventskaffee am Mittwoch, 29. November 2017 um 14.00 Uhr in den großen Ratssaal, Markt 1, in Sankt Augustin ein. Der Eintritt kostet 10 Euro.

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Geänderte Öffnungszeiten der Sachgebiete Unterhaltsvorschuss und Elternbeiträge

Aufgrund rückwirkender Gesetzesänderungen im Bereich Unterhaltsvorschuss und neuer, komplexerer Satzungen im Bereich der Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und der Offenen Ganztagsschule entsteht derzeit in den beiden Sachgebieten ein überdurchschnittlicher Arbeitsanfall. Damit die Antragsteller trotzdem zeitnah ihre Bescheide erhalten oder erfahren, in welcher Höhe die Elternbeiträge festgesetzt werden, ändern sich ab 1. Dezember 2017 die Öffnungszeiten. Mittwochs sind die Mitarbeiter bis auf Weiteres nicht persönlich oder telefonisch erreichbar.

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huma eröffnet

Mit der Eröffnung von huma wird ein zentraler und bedeutsamer Bestandteil des Masterplans Urbane Mitte in Sankt Augustin Realität. Alle am Planungsprozess und während der Bauzeit beteiligten Akteure von Politik, Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderungsgesellschaft freuen sich, dass mit dem neuen Einkaufszentrum die Attraktivität der Stadtmitte deutlich aufgewertet wird. Das ist auch der Verdienst der Bürger, Verbände und anderer Institutionen, die sich im Rahmen der Stadtforen am Planungsprozess des Einkaufszentrums und der Umgestaltung der Stadtmitte beteiligt haben.

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Premiere von STADTRADELN in Sankt Augustin erfolgreich

165 aktive Radler, 14 Teams, 27.734 Kilometer und 3.938 Kilogramm eingespartes CO2 sind die Bilanz der ersten Teilnahme der Stadt Sankt Augustin am bundesweiten Wettbewerb STADTRADELN des Klima-Bündnisses. Bürgermeister Klaus Schumacher zeichnete jetzt die drei aktivsten Radfahrer in Sankt Augustin aus. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist geplant.

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Rathauserstürmung in Sankt Augustin

Die schöne Stadt und das Biest

Alle Sankt Augustiner waren zum Sturm der närrischen Regenten auf das Rathaus eingeladen und viele waren gekommen, um das Schauspiel um die schöne Stadt und die Erlösung des Biests auf dem Karl-Gatzweiler-Platz zu verfolgen. Lesen Sie hier, wie sich das Wortgefecht zwischen Bürgermeister Klaus Schumacher und den Tollitäten abgespielt hat.

Bürgermeister Klaus Schumacher als Biest verkleidet und seine Ehefrau Nicole beim Wortgefecht am Fenster des Rathauses. Rechts und links daneben verfolgen einige Gäste das Geschehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder von der Rathauserstürmung finden Sie hier.

 

Rathauserstürmung - 24. Februar 2017

Von Klaus Schumacher

 

Prinz Sankt Augustin:
Hey, Narrenvolk aus Augustin, - es grüßt euch hier am Platz,
in bunter Kluft und Tätärä, - geht´s auf zur wilden Hatz.
Aus jedem Ort der schönen Stadt, - seid alle heute hier,
zu feiern mit uns Karneval, - zu singen, trinken Bier.
Als Werner hier der Dritte - und Anja Augustina,
werden wir vertreiben Rathausmuff - und insbesondre: die da.                 (auf Rathaus zeigen)

 

Prinz Menden:
Auch wir, die drei aus Mengde, - sind mit den Esselen da.
Prinz Christoph hier der Erste – und Michaela wunderbar.
Und nicht zuletzt der Reinhard, - der Bauer hier bei uns.
Auch wir wollen heute feiern, - denn das ist Narrenkunst.

 

Joe-Nando der Erste:
Hey schmucker Prinz zu Menden, - du Wunschgestalt der Frauen.
Auch wir sind heut´ gekommen. - Lasst auch mal auf uns schauen.      (kleine Pause)
Wir sind hier zwar die Jüngsten – gleichwohl ein staatses Paar.
Für mich und die Prinzessin, - ein Traum wird heute wahr.
 

Denn wer sah schön´res auf der Welt, - als Neele die Erste schon.
Bejubelt sie und strahlt – und gebt mir meinen Thron.
Ruft mit mir aus und schreckt sie. - Die sich dort ha´m versteckt,    (auf Rathaus zeigen)
Denn unsren Ruf sie fürchten - dreifach Alaaf sie weckt.
 

Sankt Augustin             alaaf
Kinderprinz                   alaaf
Prinzenpaare                alaaf
Mengde                         iaaa

 

Prinz Sankt Augustin:
Ja, gut gesprochen, Prinzenfreund. - Wir sind all´ heute hier.
Lasst wecken uns den Sesselfurz - und trinken dann sein Bier.              (kleine Pause)

Doch was hat er sich ausgedacht, - zu stoppen unsre Macht.
Die Mauern, die dort aufgetürmt – man da nur drüber lacht.

 

Prinz Menden:
Wenn ich es richtig sehen kann, - so ist es ein Gemäuer.
Zum Teil es wohl verrottet ist – die Statik nicht geheuer.
Zum andren es noch nutzbar ist – kein Stein erscheint mir lose.
Und über allem sieht man dort - eine wunderschöne Rose.

Wenn er da glaubt, er schreckt uns sehr, - mit dem, was er geschaffen.
Dann wird er seh´n, wie schnell es geht - und wir darüber lachen.

 

Joe-Nando der Erste:
Ja wirklich, es erinnert mich, - an Omas Märchenstunde
Wo einst ein Biest Unwesen trieb. - Als Alptraum macht die Runde.
Dort musst´ ´ne taffe Maid einst ran, - zu retten ihren Ort.
Auch dort umschlossen Rosen – des Ungeheuers Hort.

 

Prinz Sankt Augustin:
Hey Hausherr oder was du bist, - nun lass dich endlich sehn.
Sonst ist‘s um Ruh und Friedlichkeit - hier heute bald geschehen.

(Bürgermeister tritt ans Fenster)
 

Joe-Nando der Erste:
Da seht ein Biest voll Hässlichkeit! - Der will uns hier wohl foppen.
Mit Hörnermaske, monstergleich – kann er uns doch kaum stoppen.
Wer mag es sein, der hier und jetzt - in diesem Hause wacht.
Doch warte ab, du Kinderschreck, - wer hier als letzter lacht.

 

Bürgermeister:
Was für´n Tamtam, was stört ihr uns? - Wer schreit um diese Zeit?
Am heil´gen Freitagnachmittag - ist keiner hier bereit.
Wir ham´ zu tun und kein Bedarf - an weit´ren Gästen heut´.
Ich, der Verfluchte Augustins – und die Verwaltungsleut´.

Der Druck der Arbeit ist immens – und lässt noch mehr erwarten.
Geht heim zu Frau und Kind geschwind, - das wollen wir euch raten.

 

Prinz Sankt Augustin: (zum Volk)
Seht dort dies´ hässlich Monster, - es lässt sich endlich sehn.
Doch träumt er wohl, der Fiffi, - wir werden heut nicht geh´n.

(zu Biest)
Dies Haus, wir fordern jetzt, - von Dir und all den Deinen.
Lasst öffnen nun die Tür, – für mich und all die Meinen.

 

Bürgermeister:
Wer bist denn Du, du Federprinz, - der solches hier verlangt.
Wenn ich die Spargelbeine seh´ – bist heute du wohl krank.
Wir haben keine Muße hier, - auch euch hier noch zu seh´n.
Den Trübsal, ja den üben wir – und ihr sollt´ besser geh´n.

 

Prinz Sankt Augustin:
Was denkt sich denn der Hörnergnom – Dass er uns warten lässt.
Mach dich hinweg von diesem Ort. – sonst geben wir dir den Rest.
Man nennt uns Herren von Augustin, - die Prinzen dieser Stadt.
Wenn es sein muss, dann wählen wir, - und setzen dich gleich ab.

 

Bürgermeister:
Hey, welche Worte, keck gesagt. – Welch´ Heer mein Aug´ erfasst.
Ich habe mich bereits gefragt, - wer sich mit uns befasst.
Doch haben wir – wie schon gesagt, - für Euch heut' keine Zeit.
Wir sind beschäftigt – sind mittendrin – denn bald ist es so weit.

Ein Fluch hat uns hier zugesetzt, – zu schüren uns´re Sorgen.
Er drückt uns sehr mit Not und Pein, - macht Angst uns auch vor Morgen.
Im Herrenhaus zu Augustin – ist Trübsal angesagt.
Und Gardelook und Dreispitzträger – sind heute nicht gefragt.

 

Prinz Menden:
Hey hört Ihr das? Ihr Narrenvolk, - sie halten uns zum Besten.
Sie feiern allein, - bestimmt und gewiss. - Sie wollen uns nur testen.
Prinz Joe-Nando - ruf die KGs. - Lass unser´n Schlachtruf schallen.
Damit dem Biest von Augustin, - die Ohren widerhallen.

 

Joe-Nando der Erste:
Ich folge Dir mein Bruderprinz – lass enden diesen Klaav.
Ruft alle darum mit mir aus -

Sankt Augustin:                      alaaf
Rathaussturm:                        alaaf
Bürgermester mach op:        alaaf
Mengde:                                   iaaa

 

Bürgermeister:
Oh noch ein Strumpfhoshosenmatz, - auch so ein Wüterich.
Die Federn steh´n Dir gut mein Freund – doch rein, kommst Du hier nicht.
Ihr alle kommt her, fordert nur, - bewaffnet wie ich seh´.
Die Säbel blitzen und wild der Blick, - ja, das auch ich versteh´.

 

Prinz Sankt Augustin:
Gemach, gemach, du Biest der Stadt, - kein Kampf wird hier entsteh´n?
Warum hast du denn nur Schimpf für uns – und lässt uns draußen steh´n?
Unsere Stadt, so schön wie keine ist, - und schon seit vierzig Jahr´.
Der Aufschwung viele Neider hat – im Rhein-Sieg-Kreis ist doch klar.
 

Bürgermeister:
Oh Bruder Strumpfbein, beruhige Dich. – Dein Blutdruck dir ´s dann dankt.
Denn Ärger, Stress und Ungeduld, - das macht die Menschen krank.
Ja wirklich unser Augustin – wächst und gedeiht voll Pracht.
Ist wunderschön und sehr beliebt – die Verwaltung drüber wacht.

Nur ich, ich wurd´ zum Biest. – zum Monster dieser Stadt.
Obwohl die Entwicklung Augustins – nicht seines Gleichen hat.
Auch wenn dein Tross ist riesengroß - ihr solltet hier nicht sein.
In dies Gemäuer Augustins, - wollt ihr doch gar nicht rein.

 

Prinz Sankt Augustin:
Ich habe jetzt die Nase voll, - vom Kinderschreck für Arme.
Denn das hält hier doch keiner aus, - wir wollen nun ins Warme.
Und uns´re Frauen, - du wirst es seh´n, - die können teuflisch sein.
Auch sie steh´n hier, - nicht unverzagt – und sind mit uns vereint.

 

Bürgermeister:
Nein, nein, du Prinz der Narrenschar, - für uns gilt heute nur,
wir bleiben hier und ihr bleibt raus, - und darin sind wir stur.
Wir haben keine Zeit für euch, - das sage ich dir klar.
Denn heut' in diesem Rosenschloss – ein Fluch wird bald schon wahr.

Nur Einsamkeit und Schimpf und Schand, - ein Biest muss man schon sein.
Und da ihr dies wahrlich nicht seid, - so kommt ihr hier nicht rein.
Das Rosenschloss schon bald vergeht – und damit auch dann wir.
Der Fluch wird euch dann treffen auch, - im Guten sag ich´s dir.

 

Prinz Menden:
Du willst uns sagen, ein Fluch gebannt, - hat euch in diesen Tagen?
Obwohl die Last von eurem Tun – wir alle doch auch tragen?
Lasst uns herein! - Als Prinz der Stadt – ich fordere von dir,
Dass du sofort und unmittelbar – teilst alles jetzt mit mir.

 

Bürgermeister:
Das willst Du nicht, du Frauenschwarm – heut‘ siehst noch schmuck du aus.
Doch trifft der Fluch dich mit Gewalt, – der Spiegel wird ein Graus.
Dann wirst auch du voll Hässlichkeit – und das für alle Zeit.
Bei uns die Zeit verrinnt im Nu – und bald ist es so weit.

Ha – und du stehst hier, siehst du denn nicht? – Zum Kampf sind wir bereit.
Und glaube mir, - wir kampferprobt – keine Angst vor einem Fight.

 

Prinz Sankt Augustin:
Nicht Kampf ist heute unser Wunsch. – doch sind des Wartens müde.
Und du bist mit Verlaub gesagt – uns heute viel zu rüde.
Wir hier – als Herren Augustin, - wir rufen dir jetzt zu.
Gib auf – lass uns nun endlich rein. – Wir stürmen sonst im Nu.

 

Bürgermeister:
Euer Ruf lässt uns nicht zittern, - noch beben voller Angst,
Denn seht wie ich heut vor euch steh, - da habt ihr keine Chance.
Die Barrikaden stehen feste, - die Türen sind geschlossen.
Und glaubt mir, meine Kämpfer, - sind heute wild entschlossen.

 

Prinz Sankt Augustin:
Jetzt nun mal langsam. Punkt für Punkt. – Wir sind doch Augustiner.
Und so mit dir, so hoffen wir, - gemeinsam Feiern lieber.
Bei deinem Ausseh´n kann´s nicht sein, - dass nur das Kämpfen zählt.
Wenn Sorgen Not und Pein der Welt, - uns alle doch mal quält.

 

Bürgermeister:
Er ist doch wahrlich zuckersüß – unser Hühnerbein für Arme.
Meinst du mit solcher Sülchentour – kommst du zu uns ins Warme?
Da muss schon mehr geboten sein, - als nur das Narrenwort.
Was kannst du bieten, was uns erfreut – an diesem schaurig´ Ort.

 

Joe-Nando der Erste:
Was macht der Fluch, der dich ereilt – zur Hässlichkeit verdammt,
Schönster Bürgermeister im ganzen Kreis – so wurdest du genannt.
Die Rosen dort an deinem Haus – bis auf eine sind verdorrt.
Was sollen sie uns sagen heut, – was ist mit diesem Ort?

 

Bürgermeister:
Wenn die Blätter dieser Rose – das Letzte auch noch fällt,
dann wird der Fluch mich treffen, - und keiner es aufhält.
Auf ewig werd‘ ich hässlich sein, - so wie ihr mich hier seht.
Und keiner mehr von euch, - dann noch zum Rathaus geht.

Das letzte Jahr so gräulich war, - dass kaum es zu ertragen.
Die Verwaltung mit viel Schimpf bedacht – das kann ich wahrlich sagen.
Und mit dem Ärger und dem Stress, - meine Schönheit schnell verschwand.
So dass ich jetzt im Spiegelbild – mich kaum noch hab erkannt.

 

Prinz Menden:
Was hält denn diesen Vorgang auf – wir woll´n es gerne wissen.
Denn wir die Narren Augustins – wir wollen dich nicht missen.
Du warst vor alledem ein Mann, - der uns gab immer Mut.
Du kämpftest immer für die Stadt - und das tat einfach gut.

Sag Hörnergnom von Augustin, - was hält den Fluch denn auf.
Wir hier, die Menschen dieser Stadt, - wir schauen zu dir rauf.

 

Prinz Sankt Augustin:
Ja, denn Tanz und singen, Karneval, - das ist, was alle wollen.
Aus vollem Herzen lustig sein, - Leben schöpfen aus dem Vollen.
Und sollte es was geben, - zu helfen Dir geschwind,
dann glaube mir, wir sind bereit – danach steht uns der Sinn.

 

Bürgermeister:
Das hört sich alles gut zwar an, - ich stell´s mir g´rade vor.
Ich versuchte alles, glaube mir – badete gar in Moor.
Doch alles was ich mir auftrug, - oder Tränke, die ich nahm.
Es half nicht wirklich, wie du siehst, - die Hässlichkeit sie kam.

 

Joe-Nando der Erste:
Gibt es denn nichts hier in der Stadt, - was wir dir könn´ besorgen.
Kein Kraut, kein Mittel, irgendwas, - zu lindern deine Sorgen.
Wir sind doch alle hier bereit, - den Schmerz für dich zu lindern.
Ja alle Narren hier am Platz – bis hin zu uns, den Kindern.

 

Bürgermeister:
Ein Mittel es einst geben hat, - das vor langer, langer Zeit.
Ein weiser Mann´s geschaffen hat – zu lindern alles Leid.
Doch die Mixtur vergessen ist – und wie man Kräuter mischt.
Ich forschte nach im Stadtarchiv – ich bracht´ es nicht ans Licht.

 

Prinz Sankt Augustin: (Zum Volk)
He Narren aus der ganzen Stadt - wer kennt - oder kann uns sagen.
Wer war der weise Mann dereinst – wen können wir denn fragen?
Gibt es hier wen, der schon ergraut – mit Wissen alter Zeit.
Der helfen uns beim Rathaussturm. – wer ist dazu bereit?

 

Ältere Frau                                                       (kommt auf die Bühne zum Prinzen)
Mit Verlaub mein Prinz von Augustin, - ich hab´ da ´ne Idee.
Meine Mutter sprach vor langer Zeit – von Hilfe bei Ach und Weh.
Dereinst Geheimrat Stockem, - in Augustin Ort es war.
Der sah bei vielen Kräutern – die Formel für sich klar.

Er mischte 30 Kräuter mit Ingwer – und vielem mehr.
Und es half bei viel Gebrechen – es wirkte dabei sehr.
Man konnt´ es trinken oder, - sich auf den Buckel tun.
Es machte auch die Leute - vor Fußpilz glatt immun.
 

Prinz Sankt Augustin:
Ja, auch als Zugereister - in dieser schönen Stadt,
Hört ich von diesem Tranke – der große Wirkung hat.
Man nennt ihn Likör von Augustin, - und in der ganzen Welt,
Wird er ob seiner Wirkung – von allen schon bestellt.

Besorgt mir diesen Zaubersaft – eilt Euch geschwind dabei.
Wir hoffen auf seine Wirkung – gibt Bürgermeister frei.
Und bis es dann gefunden ist – lasst uns die Zeit genießen
Mit einem Lied gemeinsam jetzt – wir lassen uns nicht verdrießen.

(Lied einspielen)

Wir kommen mit alle Mann vorbei hurra,hurra
Wir kommen mit alle Mann vorbei hurra,hurra
Wir kommen mit alle Mann vorbei, 
wir laden uns jerne selber ein

Und dann jeht et loss, denn wir kommen mit alle Mann
ja und dann jeht et loss, denn wir kommen mit alle Mann

Und dann jeht et loss, denn wir kommen mit alle Mann

Wir kommen mit alle Mann vorbei hurra,hurra
Wir kommen mit alle Mann vorbei hurra,hurra
Wir kommen mit alle Mann vorbei, 
wir laden uns jerne selber ein

Und dann jeht et loss, denn wir kommen mit alle Mann
ja und dann jeht et loss, denn wir kommen mit alle Mann

(ein Gardist bringt Frank Meys, Präsident der Prinzengarde, den Augustin-Likör)
 

Frank Meys: (Karaffe mit Augustin-Likör schwenkend)
Mein Prinz, er wurd´ gefunden, - der Trank, der alles heilt,
Doch gibt es eine Botschaft, - darin es auch noch heißt:
Der Höchste Herrscher dieser Stadt – von ihm muss noch was rein.
Vom Prinz, von seinem Körper – muss auch noch etwas sein.
Nur so entfalten sich die Kräfte – zu heilen alle Not.
Wohlan mein Prinz und Herrscher – und Eile tut jetzt Not.

 

Prinz Sankt Augustin:
(Prinz reibt sich die Stirn – überlegt und hat dann die Idee. Reißt sich ein Kopfhaar aus. Lässt es in die Karaffe fallen. Sich zum Bürgermeister umdrehend die Karaffe hochhaltend sagt er:)

He, seht her Ihr Narren dieser Stadt – der Trank er wurd´ gefunden.
Man sagt er heilt all Zipperlein – und schließt auch tiefe Wunden.
He Hörnerspieß von Augustin, - wir hätten was für dich.
Probier´ es mal, es helfen soll. – Vertrau´ jetzt mal auf mich.

 

Bürgermeister:
Wenn es nur hilft ihr Narren – ich probier es gerne aus.
Bringt schnell den Trank nach oben – auch wenn´s mich davor graust.
Ich werde ihn auftragen – gar trinken wenn ich muss.
Damit vorbei die Sorgen - und all mein groß Verdruss.

(Gardist rennt mit Karaffe ins Rathaus.)
 

Musik:

DAT WASSER VUN KÖLLE

Oh, leever Jott, jev uns Wasser
Denn janz Kölle hät Doosch
Oh, leever Jott, jev uns Wasser
Un helf uns en d'r Nut
 

Dat Wasser vun Kölle es jot...
Oh, leever Jott, jev uns Wasser
Denn janz Kölle hät Doosch

Oh, leever Jott, jev uns Wasser
Un helf uns en d'r Nut


Dat Wasser vun Kölle es jot...
Oh, leever Jott, jev uns Wasser
Denn janz Kölle hät Doosch
Oh, leever Jott, jev uns Wasser
Un helf uns en d'r Nut
Dat Wasser vun Kölle es jot...

 

Bürgermeister: (Bürgermeister erhält oben die Karaffe und sagt)
Ich test‘ es jetzt und ihr erlaubt, - dass nur für kurze Zeit.
Ich mich abwend´, probiere – was hier mir wurd´ bereit‘.

(Bürgermeister geht vom Fenster weg.)

 

Prinz Sankt Augustin:
Jetzt sehen wir gleich, was es bringt. – was der Likör bewirkt.
Dabei hoffen wir doch alle, - dass der arme Kerl nicht stirbt.

(kurze Pause, dann)

 

Rainer Gless:
Er hat‘s getrunken und noch mehr. – Sich überall benetzt.
Wir warten jetzt – (kleine Pause) er schüttelt sich, - sein Blick wirkt sehr gehetzt.
Jetzt löst sich gar die Mähne auf – ein gräulich Bild er zeigt.
Jetzt fallen noch die Hörner ab. - Mein Gott er tut mir leid.

(kurze Pause)

Sein Gesicht sich jetzt verzerrt in Schmerz, - die Wülste schon verschwinden.
Noch nie sah ich den armen Mann – vor Schmerzen sich so winden.
Unglaublich, was wir hier nun seh´n. - Es wirkt! Wir können´s erkennen.
Er sieht aus – (Pause) es kaum zu glauben ist – so wie wir ihn all kennen.

(Bürgermeister tritt ans Fenster ohne Perücke und Maske)

 

Prinz Sankt Augustin:
Ich sehe ihn, er strahlend schön – ein Hoch auf uns´re Stadt.
Wir geben ihm, was er sich wünscht, - damit´s ein Ende hat?
Wir alle ja gemeinsam sind – mit Frau, Mann, - Kinder viele.
Und alle haben im Karneval, - die Lebenslust zum Ziele.

Hey Bürgermeister Augustins, - feier mit und lasst uns rein.
Denn Singen, Lachen, Fröhlichkeit – so sollte es doch sein.

 

Bürgermeister:
Potz tausend, welch ein Trank für wahr. – In Gold nicht aufzuwiegen.
Mit dieser Truppe auf dem Platz, - die Lebenslust wir kriegen.
Hey Narrenvolk, ich danke euch, - gewendet ist das Blatt.
Mit Augustiner Kräutertrank – es jetzt ein Ende hat.

Sogar die Mannschaft hier bei mir  – sie freuen sich auch sehr.
Meine Prinzen von Sankt Augustin – jetzt kommt uns nichts mehr quer.

 

Joe-Nando der Erste:
Moment, Moment, mein werter Herr, - du glaubst, nur wir was geben?
Was ist mit dir, was gibst du uns, - was werden wir erleben?
Die Kindergarden warten jetzt, - auf dass du uns was gibst.
Denn auch die jungen Narren hier – boten euch was du so liebst.

 

Bürgermeister:
Ja wohl gesprochen Kinderprinz – ich bitte zu verzeihen.
Den Beitrag für die Festlichkeit – wir werfen in die Reihen.
Politik, Verwaltung werft was geht, - mit vollen Händen her.
Denn besonders diese Jugend - erfreut uns doch so sehr.

(Kurze Wurfpause)

Ruft mit mir aus auf diese, - die euch hab´m hergeführt.
Mit Recht wurden sie alle, - zu Prinzen hier gekürt.
Ein dreifach Hoch, kommt zu mir rein. – Ein Ende hat der Klaav.

Auf unsre Stadt Sankt Augustin. –

Auf Euch dreimal               alaaf
Rathaussturm:                   alaaf
Mengde:                              iaaa

 

Prinz Sankt Augustin:
Ihr habt´s gehört, kommt jetzt herein. – und feiert alle mit.
Der Bürgermeister lädt uns ein, - und ihr singt kräftig mit.
Während ich dabei die Leiter nehm. – der Rathaussturm gelang.
Kumm loss mer fiere jetzt im Saal – den ganzen Abend lang.

(Prinz geht zur Leiter und klettert hoch)

Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere
jet Spass un Freud, dat hät noch keinem Minsch jeschad.
Denn die Trone, die do laachs, musste nit kriesche.
Loss mer fiere op kölsche Aat.

Unser Zick, die es had jenoch
kei Minsch weed dodrus klooch
wat he öm uns eröm passeet
Wat mer su in dr Zeidung liest
mäht et Levve nit jrad söss.
Wä weiß schon, wie't morje wiggerjeiht?
An dä Sorje schunkele mer schon nit vörbei!
Alles hät sing Zick, un nix es einerlei.

3X

Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere
jet Spass un Freud, dat hät noch keinem Minsch jeschad.
Denn die Trone, die do laachs, musste nit kriesche.
Loss mer fiere op kölsche Aat.

Jedeilte Freud heiss dubbelt Freud,
un dat deit richtich jot
wan mer laache oder kriesche,
dat rejelt kei Jebot!

2X

Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere
jet Spass un Freud, dat hät noch keinem Minsch jeschad.
Denn die Trone, die do laachs, musste nit kriesche.
Loss mer fiere op kölsche Aat.

 

Prinz Sankt Augustin:
Ich hab´s geschafft. Das Haus ist uns – wir haben nun die Macht.
Lasst feiern uns jetzt sorgenfrei – bis dass der Morgen lacht.
Vergessen sei der Alltagstrott, - die Sorgen und die Zeit.
Verscheucht mit eurem Lachen – die Nöte und das Leid.

Von diesem Platz ich bitte, - ruft alle mit mir aus,
Ein dreifach Hoch auf uns´re Stadt - und auf Bürgermeister Klaus.

Sankt Augustin:                     alaaf
Rathaussturm:                       alaaf
Bürgermester:                       alaaf
Mengde:                                 iaaa

24.02.2017